Ein "Schmierschelkuchen" mit Brotteig

  • vonStefan Schaal
    schließen

Viele Jahrzehnte war der Platz - der von Dorf zu Dorf auch leicht abgewandelte Namen wie Bloatz, Blaatz oder Plootz trägt - als regionale Speise etwas in Vergessenheit geraten, als der Elektrobackofen in den Küchen Einzug gehalten hatte. Erst mit der Gründung von Backhausvereinen gelangte er wieder zu einer Renaissance. Denn die wichtigste Grundlage der Blechkuchen-Spezialität ist der Roggenbrotteig.

Früher war der Ploatz eine Speise der eher armen, bäuerlich geprägten Bevölkerung. Als Belag wurde häufig verwendet, was eben verfüg- bar war - ob nun beispielsweise gerade die Ernte ein- gefahren worden oder Schlachttag im Dorf gewesen war.

Rezept für Kartoffelplatz

Für einen Kartoffelploatz wird ein Kilo Brotteig (Roggen-Sauerteig) auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech ausgerollt, dann lässt man ihn gehen. Während-dessen werden 1,5 Kilo gekochte Kartoffeln, am besten vom Vortag, geschält und gerieben oder durch die Kartoffelpresse gedrückt.

Die Kartoffelmasse nun mit drei bis vier Eiern, ein wenig Milch, anderthalb Bechern Schmand und je zwei Esslöffel Schnittlauch und Petersilie in einer Schüssel verrühren.

Mit Salz und Pfeffer wür-zen und auf den Teig glattstreichen. Dann 250 Gramm gewürfelten Speck auf dem Ploatz verteilen, und bei 200 Grad für etwa 45 Minuten im Ofen backen. srs/pm

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare