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Schmerzliche Erinnerungen

  • Gabriele Krämer
    vonGabriele Krämer
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Lahnau (ik). Nach drei Kinderbüchern, die unter ihrem Pseudonym »Nana« erschienen sind, hat die Atzbacher Autorin Margaret Kopsch nun ihr Buch »Feuerwerk der Tränen« vorgelegt. »Ein Jahr habe ich bis zur Veröffentlichung gebraucht«, erläutert sie gegenüber dieser Zeitung. Das 86-seitige Buch (DIN-A 5-Format) sollte eigentlich umfangreicher werden und bereits 2020 erscheinen.

»Das Datum ›75 Jahre Kriegsende‹ brachte mich auf die Idee, Berichte meines Vaters aus Russland zu veröffentlichen«, sagt Kopsch.

Vaters Berichte stellt sie Texten von Kindern gegenüber, die ihre Väter zu jener Zeit so sehr vermissten. Sie befragte Freunde und Bekannte, ging im Dorf umher und sammelte Berichte. Durch die CoronaPandemie sei es zunehmend schwieriger geworden, persönlichen Kontakt mit Zeitzeugen aufzunehmen. Sie habe die ihr aufgezwungene Ruhe und Einsamkeit genutzt, um diese Berichte zu bewahren.

Die Briefe von Kopschs Vater von der Front lassen nur erahnen, was der Oberstudienrat Arthur Lotz durchlitten haben mag. Auszug vom 18. November 1941: »Was der Soldat an Grauenvollem, an scheinbar Unerträglichem ausgehalten hat, das habe ich mitgemacht. Doch auch das Größere habe ich erlebt: Menschen, die das alles überwinden.« Kopsch war es vergönnt, ihren Vater wiederzusehen - er starb 1980.

Die Autorin aus Atzbach blickt selbst auf ein bewegtes Leben. Sie ist gebürtig in Bellavista (Peru). Ihr Vater war Rektor am Humboldt-Gymnasium in Lima. Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges reiste die Familie zu den Großeltern in Atzbach. Margaret Kopsch hat nach dem Besuch der Lotteschule Wetzlar eine MTA-Ausbildung in Gießen absolviert, Bis zur Rente war sie an der JLU Gießen beschäftigt. Sie hat zwei Töchter und einen Enkel.

»Feuerwerk der Tränen« kostet 6 Euro. Erhältlich bei Amazon, Books on Demand und Margaret Kopsch in Lahnau, Tel. 0 64 41/6 17 50. FOTO: IK

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