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Schallschutz und ein Schaukelschiff

  • VonPatrick Dehnhardt
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Schallhemmende Decken, ein neuer Bewegungsraum und zudem ein Boot vor dem Haus: An und in der Kita Cleeberg hat sich in den vergangenen Monaten einiges getan.

Gleich mehrere Kinder jubeln, als er durch die Tür kommt, und rufen aufgeregt seinen Namen. Doch nicht etwa der Weihnachtsmann oder die Bundeskanzlerin schauen am Mittwochnachmittag in der Kita Cleeberg vorbei - sondern Denizo Koc von der Bauverwaltung der Gemeinde Langgöns.

Für die Kinder sind Koc und die Bauarbeiter, die ihren Kindergarten saniert und zudem neue Spielgeräte aufgestellt haben, echte Helden. Auch Bürgermeister Marius Reusch und Kita-Leiterin Lisa Ruppel sind voll des Lobes und mit der Arbeit hochzufrieden.

Die Kita im ehemaligen Schulhaus ist nun auf dem aktuellen Stand der Technik angekommen. Besonders kritisch war es bei der Elektrik, die noch aus den 1950ern stammte. Nun sind moderne Schutzsysteme verbaut. Zudem bekam die Kita eine Klingelanlage mit Videokamera. Über diese können die Erzieherinnen auch aus dem Bewegungsraum in der ersten Etage schauen, wer da vor der Tür steht. »Vorher gab es hier nicht einmal eine Sprechanlage«, sagte Ruppel.

Die Heizungsanlage wurde komplett erneuert, nun sorgt ein Brennwertkessel für Wärme. Den Gruppenraum im Erdgeschoss erwärmen nun drei fast deckenhohe Heizkörper. Die Vorgänger steckten noch in zig Nischen unter den Fenstern.

In der altersübergreifenden Kita - von zehn Monaten bis zum Vorschulalter reicht das Alter der betreuten Kinder - ist das Mittagessen in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden. Dafür bietet nun ein großer Speiseraum Platz.

Sonnenschutz und Sozialraum

An diesen grenzt ein Differenzierungsraum an. Dieser wird vor allen Dingen für Angebote an Kinder im Vorschulalter genutzt. Zudem hat ein moderner Wickelraum im Erdgeschoss seinen Platz gefunden.

Ruppel und ihre Kolleginnen freuen sich besonders über die Veränderungen in der ersten Etage. Zum ersten Mal überhaupt hat die Kita einen Sozialraum, in dem die Mitarbeiter Pause machen oder Elterngespräche führen können. Mussten sich die Kinder bislang im Obergeschoss mit kaltem Wasser nach dem Toilettengang die Hände reinigen, gibt es dort nun einen Durchlauferhitzer.

Im ehemaligen Dorfgemeinschaftsraum mit Bühne ist ein großer Bewegungsraum entstanden. Eine Bücherecke, Rutschen und weitere Spiel- und Sportgeräte sorgen für Abwechslung. Dank einer Schallschutzdecke wird es in dem Raum auch dann nicht zu laut, wenn es einmal hoch hergeht.

Die Kita-Leiterin freut sich besonders über den neuen Sonnenschutz, der die Hitze draußen hält: »Der Raum war bislang im Sommer kaum nutzbar.«

Der Raum biete zudem die Möglichkeit, in Cleeberg eine zweite Kita-Gruppe einzurichten, sagte Reusch. Mit Trockenbauwänden ließe sich dies problemlos und schnell umsetzen, ergänzte Koc.

Während die Veränderungen im Inneren des Gebäudes nicht zu übersehen sind - nicht zuletzt auch wegen des nun einheitlichen Anstrichs - hat sich die Außenansicht der Kita praktisch nicht verändert. »Die Bausubstanz ist gut«, sagte Reusch. Daher habe man das Geld in die Innenräume stecken können. Rund 140 000 Euro flossen in die Sanierung. 90 Prozent davon übernahm die Hessenkasse. »Uns war wichtig, die Mittel aus der Hessenkasse über alle Ortsteile zu verteilen«, sagte Reusch.

Die Neugestaltung des Außengeländes unterhalb der Kita (45 000 Euro Kosten) unterstütze das Land Hessen über die »kleine Bauförderung« mit 50 Prozent. Die Kinder können nun auf einem Schaukelschiff in See stechen, auf einem Trampolin abheben und im Sandkasten tiefe Löcher buddeln.

Dieses Areal ist exklusiv für die Kita-Kinder vorgesehen. Der obere Teil des Außengeländes soll demnächst in einen öffentlichen Spielplatz umgewandelt werden.

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