Die Ruttershäuser - oder: "Ist das Kunst oder kann das weg?"

Das dürfte sich aktuell wohl so mancher Kanu-Fahrer fragen, wenn er am Ruttershäuser Lahnufer diesen kuriosen Anblick (Foto) entdeckt: "Ist das Kunst oder kann das weg?".

"Bei Feschers o de Leh", wie die Stelle von den Ruttershäusern bezeichnet wird, haben einige Bürger einen Baumstumpf mit allerlei Fundstücken dekoriert - ein bisschen, als handele es sich um eine Schaufensterpuppe. Entstanden ist die Idee aus einer spontanen Müll-Sammel-Aktion: Beim Stand-Up-Paddling hatten sie die Lahn ein bisschen sauberer machen wollen. Als sie merkten, wie viele kuriose Dinge es auf den Tiefen des Flusses zu bergen gab, wurde aus der Aufräum-Aktion jedoch schnell ein Kreativ-Projekt. Immerhin: Die meisten Fundstücke wurden von ihren Besitzern wohl nicht mutmaßlich weggeworfen, sondern eher von Kanu-Fahrern, die im Sommer in Massen über die Lahn schipperten, verloren. Gekentert ist man schließlich schnell - gerade, wenn man bei strahlendem Sonnenschein das ein oder andere Bier zu viel hatte. So gelangen dann Bälle, Brillen, Schuhe sowie Handtücher in die Lahn - und in diesen Zeiten natürlich auch Mund-Nasen-Masken. Wer in den kommenden Wochen mit dem Boot auf der Höhe von Ruttershausen unterwegs ist, kann noch bewundern, was im Laufe eines Sommers so in der Lahn verloren geht. Ein paar Wochen wollen die Ruttershäuser die Figur noch stehen lassen, bevor der Müll entsorgt wird - oder recycelt. Wie eine Brille, die unter den Sammlern bereits eine neue glückliche Besitzerin gefunden hat. lkl/FOTO: PM

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