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Den Unterschied zwischen kleinen und großen Rohren haben die Schüler aus Krofdorf in Inheiden kennengelernt.

Rund ums Wasserwerk

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Hungen-Inheiden(Klasse 3b). Die Klasse 3b der Grundschule Krofdorf war am Dienstag, dem 22. 10. 2019 mit ihrem Klassenlehrer Benjamin Fey und Betreuerin Tina Reeh im Wasserwerk in Inheiden zu Besuch. Sie hörten einen spannenden Vortrag und durften viele Fragen stellen. Auch eine interessante Führung gehörte zum Programm.

Am Anfang wurde die Klasse von Marcel Guckelsberger empfangen und hat kleine Willkommensgeschenke bekommen. Der Besuch begann mit einem Vortrag zum Thema Wasser und natürlich dem Wasserwerk Inheiden von Herrn Guckelsberger. Er ist Elektromeister, arbeitet im Wasserwerk, hat die Klasse an dem Tag begleitet und alles möglichst kindgerecht erklärt. Vor allem wichtige Tipps zum Wassersparen wurden genannt und von den Besucherinnen und Besuchern fleißig aufgeschrieben. Man sollte zum Beispiel lieber duschen statt baden, weil das weniger Wasser verbraucht. Denn in eine Badewanne passen etwa 80 Liter Wasser. Beim Duschen verbraucht man aber nur ungefähr 40 Liter Wasser.

Aus Inheiden nach Frankfurt

Ein anderer Tipp ist, den Wasserhahn immer zuzudrehen während man sich die Haare einschäumt oder die Hände einseift. Außerdem ist es besser, die eigenen Pflanzen mit Regenwasser zu gießen, als mit unserem kostbaren Leitungswasser, machte der Experte deutlich.

Im Anschluss an den Vortrag haben die Kinder einige Fragen rund ums Wasserwerk gestellt. Ein Mädchen hat zum Beispiel gefragt wie lange es das Wasserwerk Inheiden schon gibt. Herr Guckelsberger sagte, dass es das Wasserwerk schon seit 1911 gibt. Ein anderes Kind wollte wissen, wie viel Wasser in das Wasserwerk passt. Herr Guckelsberger überlegte kurz und antwortete dann, dass es dort keine Tanks zum Speichern von Wasser gibt. Das Wasser wird unter anderem aus den Brunnen im Wasserwerk Inheiden gefördert und danach gleich gereinigt. Zusätzlich erklärte Herr Guckelsberger, dass zum Beispiel Frankfurt dann das gereinigte Wasser aus dem Wasserwerk Inheiden bekommt. Dass das Wasser so weit gefördert wird, überraschte einige Kinder.

Ein Junge meldete sich und fragte, wie viele Mitarbeiter in diesem Wasserwerk arbeiten. Es sind 63 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, so Guckelsberger. Auf Nachfrage lernten die Krofdorfer auch, dass das Wasser in kleineren Rohren schneller fließt als in größeren, also dickeren Rohren, bei gleichem Durchfluss. Die letzte Frage war wieder zum Thema Wassersparen. Herr Guckelsberger fand die Frage, ob es schon eine Lösung gibt, wenn das Grundwasser knapp wird, sehr spannend. "Es gibt schon technische Lösungen, wenn das Grundwasser ausgeht. Dann wäre das Wasser aber unbezahlbar oder sehr teuer", meinte er.

Danach hat Herr Guckelsberger den Besuch aus Krofdorf durch das Werk geführt. Den Kindern wurden verschiedene ausgebaute Teile, also "Ausstellungsstücke", aus dem Wasserwerk gezeigt und erklärt. Besonders begeistert waren alle vom größten Rohr, das dort ausgestellt ist. Der Durchmesser war 70 cm, sodass jedes Kind hätte durchkrabbeln können. Es war schwer vorzustellen, wie viel Wasser hier in kurzer Zeit durchfließen kann.

Desinfizieren im Kontaktbecken

Später sind alle in ein Gebäude gegangen, in dem es im Erdgeschoss zwei Bullaugen zu sehen gab. Den Kindern fielen beim Betrachten durch die Bullaugen lauter kleine, aufsteigende Luftbläschen auf. Wer genau zuhörte, hat erfahren, dass das Ozongas ist und zum Desinfizieren des Wassers in diesem "Kontaktbecken" benutzt wird. Im Kontaktbecken war auch eine Leiter zu sehen, die komplett mit Wasser umgeben war. Als niemand eine Idee dazu hatte, warum es die Leiter gibt, lächelte Herr Guckelsberger kurz. Dann erklärte er, dass die Leiter von Mitarbeitern benutzt wird, wenn etwas zu warten oder reparieren ist. Weiter oben im gleichen Gebäude konnte man in die Filterbecken sehen. Am Boden dieser großen Becken war Aktivkohlegranulat. Das sollte das Ozon wieder aus dem Wasser herausfiltern.

Am Ende bedankten sich die Besucher aus Krofdorf bei Herrn Guckelsberger für den lehrreichen und schönen Vormittag. Die Motivation der Kinder war so groß, dass sie in der Schule gleich beginnen wollten, über den Besuch im Wasserwerk Inheiden zu schreiben.

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