Zahlreiche Feuerwehr-Oldtimer rollen am Sonntag, 26. Juli, durch den Nordwesten des Landkreises. ARCHIVFOTO: VH
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Zahlreiche Feuerwehr-Oldtimer rollen am Sonntag, 26. Juli, durch den Nordwesten des Landkreises. ARCHIVFOTO: VH

Rote statt goldene Oldtimer

  • Patrick Dehnhardt
    vonPatrick Dehnhardt
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Die "Golden Oldies 2020" sind abgesagt. Wenn die Menschen nicht zu den Oldtimern dürfen, dann bringen wir die Oldtimer zu den Menschen, dachte sich eine Gruppe von Feuerwehr-Oldtimer-Freunden. Sie haben für den 26. Juli eine Rundfahrt durch den Nord-Westen des Landkreises organisiert.

Eigentlich hätten am kommenden Wochenende, den 26. Juli, in Wettenberg die "Golden Oldies" Zehntausende von Oldtimer-Freunden angelockt. In Zeiten von Covid-19 sind solch hohe Besucherzahlen allerdings nicht möglich - daher wurde die Veranstaltung abgesagt. Ein paar Oldtimer-Freunde haben jetzt jedoch einen Plan entwickelt, um zumindest doch ein bisschen Oldtimer-Charme zu verbreiten: eine Rundfahrt durch den Nord-Westen des Landkreises. Die dominante Farbe: Rot.

Dieses Jahr sollte es erstmals bei den "Golden Oldies" eine Ausstellungsfläche für Feuerwehr-Oldtimer geben, sagte Sebastian Moos. Die Besitzer - meist kleine private Gruppen von Feuerwehrauto-Enthusiasten - hatten sich auf diesen Termin besonders gefreut. Zum einen hätte man die alten Autos den Besuchern gerne gezeigt, zudem mit den anderen Oldtimer-Besitzern gefachsimpelt. Nicht zuletzt hätte es dadurch einen schönen Grund für eine Ausfahrt mit den alten Löschfahrzeugen nach Wettenberg gegeben.

Wenn die Besucher nicht zu den Oldtimern dürfen, dann fahren die Oldtimer einfach bei den Zuschauern vorbei: Moos und Thomas Nürnberger hatten die Idee, dass die Feuerwehr-Oldtimer aus dem Kreis gemeinsam am 26. Juli eine Rundfahrt durch den Nord-Westen des Landkreises unternehmen könnten. "Bislang ist man immer zu Ausstellungen in einen Ort gefahren. Jetzt bringen wir die Autos auf die Straße, das ist ein neues Format", sagt der Initiator.

Die Idee sprach sich auch über die Kreisgrenzen hinweg herum, sodass sich interessierte Feuerwehr-Oldtimerbesitzer von Oberursel über Alsfeld bis Bad Sooden-Salmünster meldeten, ob sie auch teilnehmen könnten. Rund 30 Fahrzeuge sind am Start. "Sogar eine Magirus-Drehleiter", freut sich Nürnberger.

Fahrt in Fünferblocks

Damit diese nicht für ein Verkehrschaos sorgen, hat Moos eine Route abseits der Hauptverkehrsachsen und speziell durch kleine Dörfer zusammengestellt. Zudem werden die alten Feuerwehrautos jeweils in Fünferblocks fahren und dazwischen einige Minuten Pause lassen.

"Wir wollen den Leuten damit eine Freude machen", sagt Moos. Er hofft, dass sich die Menschen im Klappstuhl an den Straßenrand setzen - natürlich unter Einhaltung aller Hygiene- und Distanzvorschriften - und den Anblick der vorbeirollenden Fahrzeuge genießen. "Es sind quasi Red statt Golden Oldies."

Der genaue Start- und Zielpunkt sind geheim, damit sich dort keine Menschenansammlung bildet. Fest steht jedoch, dass die Fahrzeuge erstmals in Großen-Buseck um circa 10.30 Uhr auftauchen. Mit einer Schleife geht es über Lollar nach Wettenberg, dann nach Krumbach und über Fronhausen sowie den Ebsdorfergrund nach Nordeck und Londorf. Nach Beuern löst sich der Konvoi dann auf.

Die geplanten Durchfahrtszeiten: Großen-Buseck 10.30 Uhr, Alten-Buseck 10.40 Uhr, Lollar 10.50 Uhr, Wißmar 11.10 Uhr, Krofdorf-Gleiberg 11.20 Uhr, Fellingshausen 11.40 Uhr, Krumbach 11.50 Uhr, Kirchvers 11.55 Uhr, Reimershausen 12 Uhr, Oberwalgern 12.10 Uhr, Fronhausen 12.15 Uhr, Erbenhausen 12.45 Uhr, Nordeck-Winnen 13 Uhr, Londorf 13.10 Uhr, Kesselbach 13.15 Uhr, Geilshausen 13.20 Uhr, Beuern 13.30 Uhr.

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