+

Rolf Tobisch: Erst Herz-OP, dann Corona

  • Ursula Sommerlad
    vonUrsula Sommerlad
    schließen

Reiskirchen(us). Dr. Rolf Tobisch ist zurück im Kreis der Kommunalpolitik. Seinen Kollegen im Haupt- und Finanzausschuss dankte er am Donnerstag herzlich für die Anteilnahme in den vergangenen Wochen. Die waren für den Grünen-Politiker nicht einfach. Erst eine Herz-OP, dann folgte eine Infektion mit SARS-CoV-2.

Vor sechs Wochen bekam Tobisch in der Gießener Uni-Klinik Bypässe eingesetzt. Anschließend sollte er bei einer Reha in Bad Nauheim wieder auf die Beine kommen. Doch der Aufenthalt endete jäh. Schon nach einer Woche musste der Lindenstruther die Reha-Klinik wieder verlassen. Bei ihm war eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus festgestellt worden. "Darauf sind die Reha-Kliniken nicht eingerichtet."

Die Nachricht kam für den Patienten völlig überraschend. Noch beim Einchecken hatte er sich einer zweitägigen Quarantäne und einem Corona-Test unterziehen müssen, der zunächst negativ ausfiel. Wiederholt wurde er nur, weil erhöhte Temperatur festgestellt wurde. Tobischs Schlussfolgerung: Er müsse sich entweder in der Reha oder noch in der Uni-Klinik angesteckt haben. Eine Infektion im privaten Umfeld schließt er aus. "Meine Frau hatte das Virus nicht." Mittlerweile ist auch der Grünen-Fraktionschef negativ getestet und darf die häusliche Quarantäne wieder verlassen. Gesund fühlt er sich noch lange nicht. Er leide weiter unter den typischen Symptomen: Geruchs- und Geschmacksverlust sowie Atemnot. Im HFA erschien Tobisch übrigens mit Mund-Nase-Schutz. "Ich kann mich nicht mehr infizieren und ich kann das Virus auch nicht weitergeben", erläuterte er. "Die Maske trage ich aus Solidarität." ARCHIVFOTO: GAL

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare