Rinderkrankheit besiegt

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Gießen (pm). Das Land Hessen ist auf gutem Weg, »BVD-freie Zone« zu werden, also frei von der Rinderkrankheit Bovine Virusdiarrhoe (BVD) beziehungsweise Mucosal Disease (MD) zu sein. Deswegen ist eine vorsorgliche Schutzimpfung von Rindern gegen das BDV-Virus nicht mehr notwendig und ab dem 1. April im Landkreis per Allgemeinverfügung untersagt. Das Impfverbot soll hessenweit gelten, wie der Fachdienst Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises mitteilt.

Hans-Peter Stock, Dezernent für Veterinärwesen im Landkreis, erinnert daran, dass die Bovine Virusdiarrhoe bundesweit seit 2011 erfolgreich bekämpft werde. Dass Hessen nun den Status »BVD-freie Zone« erreichen könne, sei den beständigen Bemühungen der Veterinärbehörde und der Mitarbeit der verantwortungsvollen Landwirte zu verdanken.

In Hessen waren 2020 nur noch 0,005 Prozent der neugeborenen Kälber Träger des Virus, erklärt Dr. Stefanie Graff, Amtstierärztin und stellvertretende Fachdienstleiterin. Im Landkreis Gießen wurde letztmalig 2019 eine Herde Rinder gegen BVD geimpft. Der niedrige Infektionsdruck durch die fortgeschrittene Sanierung rechtfertige eine vorsorgliche Schutzimpfung nicht mehr.

Weltweit verbreitet

Aufgrund des erheblichen Sanierungsfortschritts strebt Hessen die Tilgung der Tierseuche Bovine Virusdiarrhoe/Mucosal Disease und die Anerkennung des gesamten Gebietes des Landes als BVDV-seuchenfreie Region an. Eine der Voraussetzungen für die Gewährung des Status »frei von Boviner Virusdiarrhoe« ist das Verbot der Impfung für gehaltene Rinder in Hessen.

Der Status »BVD-freie Zone« bringt zum einen Vorteile für den Handel mit sich, zum anderen ermöglicht er durch weitere Zusatzgarantien, die Rinderbestände im Land Hessen vor Neuinfektionen zu schützen und führt somit zu einer deutlichen, dauerhaften Verbesserung der Rindergesundheit, erklärt Graff.

Die BVD-Virus-Infektion gehört zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen, die weltweit verbreitet ist und zu den wirtschaftlich bedeutendsten Erkrankungen von Rindern zählt. Für den Menschen ist die Erkrankung nicht gefährlich.

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