"Gemeinsam stark für ganz Laubach" lautet sein Motto: Björn Erik Ruppel (Mitte), CDU-Kandidat für die Bürgermeisterwahl in Laubach, im Kreise der Findungskommission seiner Partei mit (v.l.) Isolde Hanak, Christine Diepolder, Axel Düringer und Siegbert Maikranz. FOTO: TB
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"Gemeinsam stark für ganz Laubach" lautet sein Motto: Björn Erik Ruppel (Mitte), CDU-Kandidat für die Bürgermeisterwahl in Laubach, im Kreise der Findungskommission seiner Partei mit (v.l.) Isolde Hanak, Christine Diepolder, Axel Düringer und Siegbert Maikranz. FOTO: TB

Das Rennen ist eröffnet

  • Thomas Brückner
    vonThomas Brückner
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Am 31.Mai 2021 endet die Amtszeit von Laubachs Bürgermeister Peter Klug. Zwölf Jahre sind genug, hatte er sich vor zwei Jahren gesagt, frühzeitig den Rückzug angekündigt. Der erste Bewerber um seine Nachfolge steht seit gestern Abend fest: Björn Erik Ruppel. Eine Mitgliederversammlung seiner CDU nominierte den Fraktionschef im Stadtparlament - einstimmig.

Seit Monaten bereits pfiffen es nicht nur die Spatzen von Laubachs Dächern. Nachfragen freilich wurden stets abschlägig beschieden: "Er hat sich noch nicht erklärt", hieß es da nur. "Er", damit war natürlich Björn Erik Ruppel gemeint. Mit 16, so verriet er gestern Abend vor der Presse, habe er sich erstmals mit dem Gedanken getragen, Bürgermeister zu werden. Jetzt - mit 36 und über zwanzig Jahren Engagement in und Kenntnissen von der Kommunalpolitik - sei die Zeit reif.

Dabei hatte der gelernte Bankkaufmann, in Laubach-Münster aufgewachsen, doch erst vor anderthalb Jahren mit Übernahme der Leitung der Sparkassenfiliale Laubach einen Karrieresprung hingelegt. Und doch stand für die Findungskommission der CDU Laubach und damit auch für ihn schon Mitte 2019 fest: "Ich kandidiere".

Zu stark ist offenbar der Reiz des Amtes, gestalten zu können. Auf kommunaler Ebene, zeigt sich Ruppel sicher, seien dafür die Chancen am größten. Und: "Nirgendwo anders ist man als Politiker näher an den Menschen dran." Was er mit 16 erstmals erwogen, das will er nun zu seiner Lebensaufgabe machen.

Dass seine CDU ihm den Wahlerfolg wie die Amtsführung zutraut, dafür erbrachte die nicht-öffentliche Mitgliedersammlung im "Blauen Löwen" den eindrucksvollen Beweis: 24 Ja-, keine Neinstimme, keine Enthaltung, in geheimer Abstimmung - mehr Rückendeckung geht nicht. Dass nur 24 von 70 Mitgliedern gekommen waren, auch das war wohl eine Folge der Pandemie, wie auch Stadtverbandsvorsitzender Siegbert Maikranz meinte.

Auch für ihn hat die CDU den Richtigen gefunden: "Wir sind stolz auf unseren Kandidaten, weil er anpackt, Führungsstärke beweist und stets ein offenes Ohr für die Belange seiner Mitmenschen hat". Ruppel sei ein echter Laubacher, der sich seit Jahren in der Lokalpolitik, davon seit 2006 als Stadtverordneter, und in diversen Ehrenämtern für Laubach engagiere. Dazu zählt das Amt des Präsidenten des Karnevalvereins, das er weiter bekleiden will. Schon als Ausgleich zum Beruf - "und weil der Mensch auch in herausfordernden Momenten seines Lebens seinen Humor behalten sollte." Ob Ruppel nach dem Zepter des Laubacher Faschingsprinzen 2017 nächstes Jahr auch das Zepter im Rathaus führt, das freilich wird frühestens bei der Wahl am 6. Dezember entschieden. Zu diesem frühen Zeitpunkt natürlich nur kurz und knapp seine Worte zur Programmatik: "Die Lebensqualität in Laubach und den Ortsteilen ist das, was mir in erster Linie am Herzen liegt. Frei nach dem Motto: leben, arbeiten und wohlfühlen - das schätzen, was wir haben, und die Stärken ausbauen."

Letzteres bezieht er vor allem und gerade in diesen Tagen auf die für Einwohner wie Gäste bedeutsame Lage Laubachs in der Natur. Ebenso auf das Betreuungs- und Bildungsangebot, die Bäder und die historischen Ortskerne.

Apropos: Was den Marktplatz angeht, ist er für eine Aufwertung seiner Aufenthaltsqualität, doch unter Erhalt von Kurzzeitparkplätzen und Ersatz wegfallender Parkplätze. Grundlage für alles sind für ihn dabei "solide, generationengerechte Finanzen". Ob der erwartbaren Einnahmeausfälle aufgrund der Corona-Krise hat auch Ruppel seine Zweifel, ob Laubach all seine Vorhaben wird umsetzen können. Sogleich aber eine Streichliste vorzulegen, sei nicht der richtige Ansatz.

Die Pandemie prägt fürs Erste den Wahlkampf. Sobald es jedoch möglich sein wird, will er mit Haustürbesuchen beginnen, um Ideen wie Bedürfnisse der Laubacher aufzunehmen, deren Bürgermeister er ab Juni 2021 werden möchte. Wie lange? "Ich kann mir vorstellen, das bis zur Rente zu machen."

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