Schwarzarbeit

Zoll nimmt drei Bauarbeiter fest

  • vonred Redaktion
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Reiskirchen(pm). Bei der Kontrolle einer Baustelle in Reiskirchen haben Mitarbeiter der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Gießen drei Bauarbeiter festgenommen. Den Beamten gingen auf der Baustelle eines Wohnhauses drei Männer aus Moldawien ins Netz, die mit Eisenflechtarbeiten beschäftigt waren. Sie arbeiteten nach ersten Erkenntnissen schwarz für eine Baufirma aus Wiesbaden und wollten sich zunächst nicht ausweisen. Schließlich gaben sie zu, Moldawier zu sein. Die durch den Arbeitgeber herbeigebrachten Reisepässe bestätigten dies.

Der Arbeitgeber indes gab an, dass sich die Männer bei ihm mit rumänischen Identitätskarten ausgewiesen hätten, von denen er nur Kopien vorlegen konnte. Doch selbst auf den Kopien erkannten die Zöllner, dass es sich bei den Originalen um Fälschungen handeln muss.

Die Arbeiter besitzen keinen erforderlichen Aufenthaltstitel und keine Arbeitsgenehmigung und waren auch nicht angemeldet. Als Moldawier dürfen sie sich in Deutschland lediglich als Touristen aufhalten. Sie wurden wegen Verdachts des illegalen Aufenthalts vorläufig festgenommen. Die Ausländerbehörde verfügte ihre Ausweisung und behielt ihre Pässe ein. Die Staatsanwaltschaft Gießen ordnete pro Kopf eine Sicherheitsleistung von jeweils 200 Euro sowie eine erkennungsdienstliche Behandlung an. Die Männer wurden anschließend wieder auf freien Fuß gesetzt. Sie müssen Deutschland verlassen. Dem Arbeitgeber droht ein Strafverfahren wegen Beihilfe zum illegalen Aufenthalt und illegaler Beschäftigung von Ausländern.

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