Zeitdruck im "Kesselstück"

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Reiskirchen(la). Bauvorhaben standen im Zentrum der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses der Gemeinde Reiskirchen. Matthias Wolf vom Planungsbüro Fischer gab einen Sachstandsbericht zur Bauleitplanung und Erschließung im Bereich des Bebauungsplanes "Im Kesselstück" in Reiskirchen.

Alle Stellungnahmen seien eingegangen, der Bauantrag liege bereits bei der Bauaufsicht des Kreises, sagte Wolf. Ein Regenrückhaltebecken werde nicht benötigt, bleibe jedoch in der Planung. Die Löschwasserversorgung und die Stellplätze seien geregelt. Für auf dem Areal vorhandene Zauneidechsen müsse zunächst ein Ersatzbiotop geschaffen werden.

Der Investor wolle den Betrieb zum 1. Oktober 2020 in die neuen Gebäude verlegen, daher bestehe Zeitdruck. Es wurde vorgeschlagen, der Investorengemeinschaft einen vorzeitigen Beginn der Maßnahme zu gestatten. Weitere notwendig werdende Beschlüsse fasst der Gemeindevorstand und informiert die Gemeindevertretung über die beabsichtigte Vorgehensweise.

Der Ausschuss befasste sich weiter mit dem Bebauungsplan "Alte Straße" in Lindenstruth. Hier sollen das Wohngebiet Silcherstraße/Mozartstraße erweitert und ein Mischgebiet mit Zweckbestimmung Forschung, Entwicklung und Weiterbildung ausgeweisen werden. Die Firma Weiss will dort unter anderem Büroräume und Einrichtungen für Forschung, Fortbildung und Entwicklung errichten. Im südlichen Bereich werden zudem Flächen für eine Kindertagesstätte sowie ein Regenrückhaltebecken ausgewiesen. Die Änderung wurde einstimmig empfohlen.

Sanierung der Sporthalle Bersrod

Empfohlen wurde die Sanierung der Sport- und Kulturhalle in Bersrod. Bürgermeister Dietmar Kromm hat zuvor berichtet, dass fünf Bauabschnitte vorgesehen seien, wobei sich der erste Bauabschnitt aktuell in der Umsetzung befinde. Die Besucher-WC-Anlagen werden aktuell komplett saniert sowie in den Räumlichkeiten ein neuer Raum geschaffen, um ein behindertengerechtes WC zu installieren. Der zweite Bauabschnitt (im Jahre 2020) beinhaltet eine energetische Sanierung sowie statische Ertüchtigung der gesamten Flachdachflächen (etwa 430 Quadratmeter).

Im dritten Bauabschnitt soll die abgehängte Dachfläche durch eine nach oben hin gedämmte Decke mit Deckenstrahlheizung und LED-Lichtelementen ersetzt werden. Darüber hinaus sollen die Fenster komplett nach aktuellem Stand der Technik ersetzt werden (im Jahre 2021). Der vierte Bauabschnitt sieht die Erneuerung von Boden und Hallenboden vor und den Austausch aller Leuchten gegen LEDTechnik (im Jahre 2022). Schließlich stehen im letzten Bauabschnitt im Jahre 2023 die Malerarbeiten innen und außen an. Die Kosten werden auf rund 510 000 Euro geschätzt.

Von der Tagesordnung abgesetzt wurde die Sanierung der Sport- und Kulturhalle in Burkhardsfelden. Ein Teil der Ausschussmitglieder hatte bemängelt, dass ihnen keine detaillierten Angaben zu dem Projekt vorliegen würden.

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