Weiterer Mitarbeiter verlässt »Schiff Reiskirchen«

  • VonConstantin Hoppe
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Reiskirchen (con). Eine Reihe von Baugebieten stand am Mittwoch zur Beratung in der Gemeindevertreterversammlung in Reiskirchen auf der Tagesordnung: Für das Baugebiet »Beune« in Burkhardsfelden wurde der Gemeindevorstand beauftragt, die Kriterien für einen Investorenwettbewerb auszuarbeiten. Die Auswertung ist der Gemeindevertretung zur abschließenden Beschlussfassung vorzulegen.

Daneben wurden auch die 7. Änderung des Bebauungsplans »Am Kesselstück« sowie ein städtebaulicher Vertrag auf den Weg gebracht: Die dort befindliche Netto-Filiale soll vergrößert werden, weshalb eine Änderung des Bebauungsplans notwendig wird.

Dringlichkeitsantrag

Für das »Industriegebiet Bersröder Straße« wurde über eine Veränderungssperre entschieden: Damit soll Rechtssicherheit für die aktuellen Planungen für das Gebiet geschaffen werden. Alle zu beratende Themen für Bauprojekte erhielten den einstimmigen Zuspruch der Gemeindevertreter.

Als Dringlichkeitsantrags reichte Bürgermeister Dietmar Kromm eine Frage nach der Personalsituation in der Gemeindeverwaltung ein: Denn überraschend reichte ein zentraler Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung seine Kündigung ein. Es ist nicht der erste Mitarbeiter, der in den vergangenen Monaten die Verwaltung verlassen hat. Der Posten muss nun schnell neu besetzt werden. »Mittlerweile haben schon mehrere Führungskräfte das Schiff Reiskirchen verlassen - das ist bedenklich«, kommentierte Reinhard Strack-Schmalor (SPD) die Vorlage, der die Gemeindevertreter einstimmig zustimmten.

Von der Tagesordnung abgesetzt wurde dagegen die Resolution der SPD an den Kreistag, keine weitere Stelle für einen hauptamtlichen Kreisbeigeordneten zu schaffen: »Nachdem der Kreistag am Montag der Schaffung der Stelle zugestimmt hat, ist diese Resolution nicht mehr nötig«, sagte Dr. Rolf Tobisch (Bündnis 90/Die Grünen). Dem widersprach Strack-Schmalor vehement: »Die Stelle ist noch nicht besetzt - deshalb ist die Resolution immer noch nötig.« Er verglich danach direkt den Kreistag mit der Serie »Dallas«: »Der Kreistag entwickelt sich immer mehr zum J. R. Ewing der kommunalen Familie: Er denkt nur an sich, egal was es für die Menschen in der Umgebung bedeutet.« Mit 16 Jastimmen, acht Gegenstimmen und drei Enthaltungen wurde die Resolution von der Tagesordnung der Sitzung abgesetzt.

Daneben wurde auch einstimmig entschieden, wie von der SPD-Fraktion beantragt Ehrungsrichtlinien für den Sport aufzustellen. Als neuer Ortsgerichtsvorsteher für den Ortsgerichtsbezirk I (Reiskirchen) wird Christian Leins dem Amtsgericht vorgeschlagen.

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