Weiterer Hilfspolizist gefordert

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Reiskirchen(pm). Beflügelt vom Erfolg, die Abschaffung der Straßenbeiträge in der Gemeinde Reiskirchen mit Unterstützung von SPD und Grünen erreicht zu haben, haben die Freien Wähler zur nächsten Gemeindevertretung eine Reihe von Anträgen vorbereitet. Unter anderem will man einen neuen Hilfspolizisten einstellen.

Dieser solle vor allen Dingen Verstöße im ruhenden Verkehr - etwa Falschparker - ahnden, die andere Verkehrsteilnehmer, Fußgänger, Radfahrer und Kinder gefährden, schreibt Fraktionsvorsitzender Gerhard Albach in einer Pressemitteilung. "Der für Reiskirchen zuständige Hilfspolizist hat nur 20 Stunden für alle Ortsteile zur Verfügung und ist damit zeitlich überfordert." Zudem erhoffen sich die Freien Wähler davon, dass das Geschwindigkeitsmessgerätes mehr genutzt wird.

Ziel eines weiteren Antrags ist die Überprüfung der Haltestellen im Gemeindegebiet darauf, wo Sitzgelegenheiten und Wetterschutz fehlen. Als kritisches Beispiel wird in der Pressemitteilung die Haltestelle an der Wieseckhalle in Lindenstruth genannt, wo es weder Sitzbänke noch ein Wartehäuschen gibt. Zudem wolle man bessere Busverbindungen in allen Ortsteilen schaffen. "Es wird ständig dazu aufgefordert, mehr die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Dazu müssten aber erst einmal die Voraussetzungen geschaffen werden, dass sie für jedermann überhaupt nutzbar sind", sagt Ottmar Licher, Ortsbeiratsmitglied der Freien Wähler in Reiskirchen.

In diesem Zusammenhang ist auch der erneute Einsatz für einen Bahnhaltepunkt in Lindenstruth zu sehen. Die Busverbindungen seien sehr schlecht und für einen Ort, in dem eine Firma mit fast 1000 Mitarbeitern sitze, nicht angemessen.

Zudem will man die Entwicklung eines Radwegekonzepts für Reiskirchen auf den Weg bringen. Dieses soll auch Anschlussmöglichkeiten an die Nachbarkommunen berücksichtigen.

Außerdem wollen die Freien Wähler sich für die Einrichtung eines Jugendparlaments in der Gemeinde Reiskirchen einsetzen. "Auch um Jugendliche für die politische Arbeit auf kommunaler Ebene zu begeistern, könnte dies ein Weg sein", schreibt Albach.

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