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Weiße Weihnacht mit Verspätung

Gießen/Reiskirchen (con). Lang anhaltende Schneefälle behinderten am Wochenende den Verkehr im gesamten Landkreis. Kreisweit zählte die Polizei bis Sonntagmittag 36 Unfälle durch Schnee und Eis.

Dabei entstand ein Sachschaden von 186 000 Euro. Glücklicherweise wurden nur zwei Personen leicht verletzt. In den meisten Fällen blieb es bei Blechschäden. Der Winterdienst kam vielerorts nicht mit den Räumungsarbeiten nach. So fuhr sich gegen 3 Uhr nachts ein Lastkraftwagen an der Steigung in Nonnenroth fest. Mithilfe eines Anwohners und gut 150 Kilogramm Kies aus einem der Streugutkästen gelang es schließlich, dass der Lkw die 400 Meter lange Steigung in 45 Minuten überwinden konnte.

Ungewöhnlicher Unfall in Bersrod. Am Samstag kurz nach 11 Uhr kam dort am Sonnenhang ein Müllfahrzeug ins Rutschen und schlitterte beinahe 200 Meter weit die Straße hinab. Das Fahrzeug verkeilte sich derart zwischen einer Laterne und einer Mauer, dass ein Bergungslastwagen gerufen werden musste. Der Fortgang gestaltete sich nicht einfach, da zuvor die Straße von den Schneemassen befreit werden musste (Foto). Damit nicht das Räumfahrzeug ins Rutschen kam, griffen die Mitarbeiter des Entsorgers und die Besatzung des Berge-Lkw selbst zur Schaufel. Dabei erhielten sie von den Nachbarn tatkräftige Hilfe, die zusätzlich mit Schaufeln und Streusalz aushalfen – und die heiße Getränke reichten.

Bis zur Bergung, die mehr als zwei Stunden dauerte, war die Straße für den Verkehr unpassierbar.

Und ansonsten? Weiße Weihnacht wie aus dem Bilderbuch – mit 24 Stunden Verspätung zwar, aber von den Menschen bei mindestens einem Spaziergang sehr genossen.

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