Weichenstellung für neue Kita am Fliederweg

  • Ursula Sommerlad
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Reiskirchen(us). Weil in Reiskirchen weiterer Bedarf an Betreuungsplätzen besteht, plant die Gemeinde einen Neubau am Fliederweg. Bei drei Enthaltungen hat die Gemeindevertretung dafür die Weichen gestellt und die Änderung des Bebauungsplanes "Vor dem Nonn" beschlossen. Hier soll ein Allgemeines Wohngebiet entstehen, das mehrere Optionen offen lässt: einen Kindergarten ebenso wie Wohnbebauung zu einem späteren Zeitpunkt, wenn die (in Modulbauweise errichtete) Kita nicht mehr gebraucht wird.

Reinhard Strack-Schmalor (SPD) hätte gerne schon im Aufstellungsbeschluss festgeschrieben, dass eine spätere Bebauung auf zwei Geschosse und zwei Wohneinheiten begrenzt sein sollte, konnte sich aber mit einem Änderungsantrag nicht durchsetzen. Die Mehrheit der Gemeindevertretung will Details des Bebauungsplanes im weiteren Planungsprozess klären. Größere Mehrfamilienhäuser hat der Ortsbeirat Reiskirchen an dieser Stelle bereits abgelehnt. Grundsätzlich hält Strack-Schmalor den Standort Fliederweg für eine Kita denkbar ungeeignet. Die Wohnentwicklung vollziehe sich nämlich genau am anderen Ende des Ortes. "Kurze Beine, kurze Wege", forderte der SPD-Mann.

Die Kinderbetreuung war auch Gegenstand eines weiteren Tagesordnungspunktes. Weil wegen der Corona-Pandemie auch im Monat Juni die Kitas der Gemeinde nur eingeschränkt geöffnet hatten, werden den Eltern die Gebühren teilweise erlassen. Ab Juli wird überall wieder regulär abgerechnet. In künftigen Notfällen soll über solche Fragen nicht mehr die Gemeindevertretung, sondern der Gemeindevorstand entscheiden. Das Parlament möchte ihm mehr Handlungsspielraum einräumen. Dafür muss aber die Kostenbeitragssatzung noch geändert werden.

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