Sitzung abgebrochen

  • Vonred Redaktion
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Reiskirchen (pm). Kurze Sitzung am vergangenen Mittwoch im Bürgerhaus Reiskirchen. Nach nur 28 Minuten wurde die Sitzung des Ortbeirates unter Leitung von Ortsvorsteher Edwin Damm abgebrochen. »Grund: Wichtige und mehrmals angeforderte Unterlagen fehlten zum wiederholten Male«, heißt es in einer von Damm und dessen Stellvertreter Ingo Galesky verfassten Pressemitteilung.

Einziger inhaltlicher Tagesordnungspunkt war die Beantwortungsliste von Anfragen des Ortsbeirates an die Verwaltung und den Gemeindevorstand. Bereits in mehreren Protokollen hatte der Ortsbeirat darauf hingewiesen, diese Liste jedem Mitglied des Gremiums mit der Einladung aktualisiert zuzusenden.

Fragen wiederholt nicht beantwortet

Denn nur so könnten sich die Mitglieder des Gremiums ein Bild davon machen, was bereits umgesetzt wurde und wo eventuell noch Nachholbedarf besteht. Aber auch diese Bitte sei zum wiederholten Male ignoriert worden.

Galesky, der auch den Antrag zum Abbruch der Sitzung gestellt hatte, erklärt den Ärger der ehrenamtlichen Mandatsträger: »Wir sind als ehrenamtlich Tätige darauf angewiesen, dass wir Informationen bekommen und dass unsere Fragen beantwortet werden. Wenn dies aus welchen Gründen auch immer nicht möglich ist, hätte man den Ortsvorsteher darüber informieren müssen, denn dann hätte gar nicht zur Sitzung eingeladen werden müssen. Anscheinend werden unsere Protokolle nicht gelesen. Ohne vollständige Unterlagen können wir nicht tagen.« Daher habe der Ortsbeirat einstimmig beschlossen, die Sitzung abzubrechen.

Besonders ärgerlich sei, dass das Thema Beantwortungsliste schon in der letzten Sitzung verschoben worden sei, da keine Antworten vorlagen. Auch vor dem Hintergrund, dass an den Sitzungen des Ortsbeirats Reiskirchen in der Regel Bürgermeister Dietmar Kromm als Vertreter des Gemeindevorstands teilnehme, sei es nicht akzeptabel, dass das Gremium ignoriert und so seine Arbeit nicht wertgeschätzt werde. Der Ortsbeirat hofft, dass seine Anliegen und Fragen nun endlich bearbeitet werden und es wieder zu konstruktiven Sitzungen zum Wohle der Bürger kommen kann.

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