Seniorenbeirat klagt über bürokratische Hürden

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Reiskirchen(la). Unter der Leitung des Vorsitzenden Jochen Gärtner fand in der Ratsstube des Bürgerhauses eine Sitzung des Seniorenbeirats statt. Dabei fand das Hygienekonzept des Kreisseniorenbeirats Anwendung. Lothar Stark und Ursula Henke (Stellvertreterin) gehören nun offiziell für den Ortsteil Saasen dem Gremium an.

Nicht den Ansprüchen entspreche die Homepage der Gemeinde den Seniorenbeirat betreffend, betonte der Vorsitzende. Lothar Stark informierte das Gremium über die Arbeit der Seniorenwerkstatt, die bei Einhaltung der Hygienevorschriften in der Vergangenheit nicht untätig war. Stark nannte zahlreiche erledigte Arbeiten, die fast alle Ortsteile betrafen. Nach seinen Angaben arbeiten gegenwärtig sieben Männer in der Seniorenwerkstatt.

Ansprechpartner in Verwaltung fehlt

Willi Launspach, stellvertretender Vorsitzender und Mitglied des Gremiums für den Ortsteil Hattenrod, verwies auf eine Sitzung des Gremiums in Hattenrod, in der die Bitte an die Seniorenwerkstatt herangetragen wurde, die Geräte auf dem Kinderspielplatz mit einem neuen Anstrich zu versehen, bevor der Rost einsetze.

Johannes Reuber informierte über die Anschaffung eines Werkstattwagens, wozu die Gemeinde auf seine Initiative hin einen Förderbeitrag von der Region Gießen Land e.V. erhalten habe.

Gärtner sagte, das Thema "Notfallschilder" müsse dringend erledigt werden. Nicht erfolgt sei auch die Instandsetzung der Radwege in und um Reiskirchen, entsprechend des Vorschlags der Radkommission. Leider habe diese inzwischen ihre Arbeit eingestellt, da keine Umsetzung erfolgt sei. Gärtner bedauerte, dass es bei der Gemeinde Reiskirchen keinen Ansprechpartner gebe. Er hätte sich Absprachen mit Wanderern und Radfahrern gewünscht.

Die Reparaturwerkstatt nehme nach gegenwärtigem Stand ihre Arbeit am 24. September auf. Sehr detailliert berichtete Johannes Reuber über seine Bemühungen um einen Bürgerbus für Reiskirchen. Inzwischen wurde bereits ein zweiter Antrag gestellt, da die vorhandenen finanziellen Mittel schon vergeben waren. Reuber beklagte die hohe Hürde der Bürokratie. So musste der letzte Antrag vollkommen neu gestellt werden. In diesem Zusammenhang musste ein Betriebskonzept ausgearbeitet werden. Die bisher geleistete ehrenamtliche Arbeit bezifferte Reuber auf etwa 100 Stunden. Erfreulich sei, dass sich nach einem Aufruf der Ehrenamtsagentur Reiskirchen eine genügende Anzahl von Fahrern und Fahrerinnen für den Bürgerbus gemeldet haben. Selbstverständlich würde sich die Ehrenamtsagentur über weitere Anmeldungen freuen. Reuber und der Seniorenbeirat hoffen, dass dieser Antrag nun positiv beschieden wird.

Jochen Gärtner hofft, dass recht bald auch die vom Seniorenbeirat schon seit längerer Zeit geforderte Lösung des Übergangs vom Bahnsteig 1 zur Wieseckbrücke in die Tat umgesetzt wird. Auch hier spielt die Bürokratie eine nicht unerhebliche Rolle, welche Bahn für die Erteilung der Erlaubnis überhaupt zuständig ist, so der Vorsitzende.

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