Senioren nutzen ihr Mitspracherecht

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Reiskirchen (la). Eine Bilanz der Arbeit des Reiskirchener Seniorenbeirates in der zurückliegenden Legislaturperiode präsentierte nun dessen Vorsitzender Jochen Gärtner. Stark beeinträchtigt wurde die Tätigkeit 2020/21 durch die Corona-Pandemie. Der Gemeindevorstand hat nach Absprache mit dem Beirat die Neuwahl des Gremiums um ein Jahr verschoben.

Der Seniorenbeirat hat eine Prioritätenliste für barrierefreie Gehwege entwickelt; sie wurde in den Ortsbeiräten beraten und beschlossen. In Bersrod waren an sechs Stellen Maßnahmen notwendig, die nun den Zugang zur Kirche und zur Sport- und Kulturhalle für Gehbehinderte ermöglichen. Bei den Bauarbeiten in der Talstraße werden zwei weitere Maßnahmen zum Tragen kommen. Die Kirchgasse in Ettingshausen wurde samt Unterbau erneuert.

In Burkhardsfelden hat die Alte Schule einen Treppenlift mit Rampe bekommen; eine Behindertentoilette muss noch eingerichtet werden. In der Sport- und Kulturhalle wurde eine Behindertentoilette eingebaut. In Reiskirchen und Lindenstruth überprüften Mitglieder des Gremiums die Nutzung der Ampelanlagen für Behinderte. Die Ampeln in Reiskirchen sind entsprechend des Antrags des Seniorenbeirats eingerichtet. Lindenstruth soll folgen, wenn Hessen Mobil die Ampel erneuert hat.

Corona bremst aus

Die Werkstatt des Martinsheims wurde auch durch die Seniorenwerkstatt genutzt. Dies war mit Schließung der externen Struktur in der Dieselstraße nicht mehr möglich. Weiterhin wird in einem Raum im Bauhof gearbeitet. Die Tätigkeiten der Seniorenwerkstatt in allen Ortsteilen wurden unter Corona-Bedingungen ausgeführt. In der Werkstatt des Martinshofes startete das monatliche Reparaturcafé; es war im zweiten Halbjahr 2020 geschlossen.

Eine neu gegründete Radwegekommission beschäftigte sich mit der Bestandsaufnahme des Radwegenetzes und erarbeitete Vorschläge zum Ausbau. Eine Rückmeldung seitens der Gemeindevertretung bzw. des Gemeindevorstands steht aus. Der Weg zwischen Bürgerhaus und Wieseckfußgängerbrücke sollte barrierefrei werden. »Dies wurde sehr schnell provisorisch erledigt. Dabei ist es geblieben«, so Gärtner.

Seitens des Seniorenbeirats wurde eine Treppe vom Bahnsteig 1 zur Wieseckbrücke vorgeschlagen. Dazu hat es eine Ortsbesichtigung mit Bürgermeister, Bahn und Seniorenbeirat gegeben. Der Vorschlag des Bürgermeisters - keine Treppe, sondern ein waagrechter Übergang - gilt als realisierbar, ist laut Gärtner aber immer noch nicht ausgeführt.

Das Vorhaben Bürgerbus wird zusammen mit den E-Lotsen weiterverfolgt. Von der Gemeindevertretung wurde die Beschilderung von Notfallbänken beschlossen, die Realisierung durch die Seniorenwerkstatt angeregt.

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