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Der Plymouth Prowler wird von seinem Besitzer hauptsächlich für Urlaubsreisen genutzt - auch als Zugfahrzeug für den Wohnwagen.

Schneller Hingucker

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Reiskirchen (con). Blitzender Chrom und heiße Motoren: Freunde von US-Cars kamen am Sonntag in Reiskirchen voll auf ihre Kosten. Zum ersten Mal startete hier das "Steels and Wheels"-Treffen in der Carl-Benz-Straße, bei dem Besitzer von US Cars, Muscle Cars und Motorrädern ihre Lieblinge präsentieren konnten.

"Ein Auto ganz für Masochisten" ist dabei der Plymouth Prowler - zumindest wenn man den Worten seines Besitzers Michael aus Lindenstruth glaubt: "Kein Platz, überhaupt kein Fahrkomfort und dazu noch ein hoher Verbrauch." Aber es gibt auch Dinge, die ihm an seinem gelben Flitzer gefallen und das alles wieder ausgleichen: "Er sieht einfach toll aus, man fällt überall auf und das Anfahren macht wirklich Spaß." Das Design ist tatsächlich ein Hingucker: Man könnte den Prowler vom Äußeren her fast für ein Fahrzeug aus den 1930er Jahren halten. Im Inneren steckt aber moderne Rennwagentechnik. Das Exemplar stammt im Übrigen aus dem Jahr 1999.

Dazu kommt noch die Seltenheit dieser Modelle in Deutschland: "Es gibt vielleicht 20 Plymouth Prowler in Deutschland", erzählt sein Besitzer. Auf rund 230 Kilometer pro Stunde ist das Fahrzeug gedrosselt - eine Geschwindigkeit, die sein Fahrer noch nie erreicht hat und nicht will: "Das braucht man doch gar nicht - höchstens auf einer Rennstrecke." Bei ihm geht es in der Regel mit Tempo 130 über die Autobahn in den Urlaub. Der "Prowler" werde auch viel für Fahrten mit dem kleinen Wohnwagen hinten dran genutzt - dann allerdings langsamer.

70 Besitzer zeigen ihre Fahrzeuge

Jetzt gewöhnt sich sein langjähriger Besitzer aber langsam an den Gedanken, Abschied von seinem Liebling zu nehmen: Der "Prowler" steht zum Verkauf. "Man wird eben älter und hat dann andere Prioritäten - außerdem wird es mal langsam Zeit für ein neues Spielzeug."

Natürlich war der "Prowler" nicht der einzige Hingucker bei der Autoschau: Polizeiwagen, "Dodge Challenger" und viele mehr begeisterten die Fans von US-Cars. Bei einem solchen Treffen darf ein "Pink Cadillac" nicht fehlen.

Die Veranstalter zogen am Sonntag ein positives Resümee: "Angesichts des Wetters hätten wir mit deutlich weniger Teilnehmern gerechnet", erklärt Sascha Wesselhoft, Präsident der Veranstalter der "Warhogs Veterans MMC". Auf die Idee zu dem US-Cars-Treffen in Reiskirchen kam der Club eher zufällig: "Das nächste derartige Treffen ist in Frankfurt - hier im mittelhessischen Raum gab es da fast noch nichts." Deshalb wollte man in Reiskirchen auch schauen, wie das Interesse in der Region ist. Es ist groß: Rund 70 Aussteller präsentierten ihre Wagen der Öffentlichkeit und das trotz regnerischem Wetters und der Tatsache, dass viele Motorradfahrer dann doch lieber zu Hause bleiben. "Am liebsten würden wir so ein Treffen jährlich veranstalten", sagt Wesselhoft. (Foto: con)

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