Reiskirchen

Scherer bleibt Chef der Jagdgenossen

  • VonGerhard Albach
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Reiskirchen (gal). Der langjährige Vorsitzende der Jagdgenossenschaft Reiskirchen, Karl Heinz Scherer, ist erneut im Amt des Vorsitzenden bestätigt worden. In der weiteren Wahl sind Edwin Damm (Sandgasse) als 2. Vorsitzender, Edwin Damm (Ärmelgasse) als Rechner und Horst Lindenstruth als Schriftführer wiedergewählt worden. Die bisherigen Beisitzer Herbert Peter (seit 2016 im Vorstand) und Ewald Becker (seit 1997 im Vorstand) werden durch Thomas Lindenstruth und Marcus Damm ersetzt.

Scherer berichtete über das abgelaufene Jahr und hob besonders das Blühflächenkonzept hervor, das mit dem Landwirt Wilhelm Koch verwirklicht wird, und die angelegten Wildäcker.

Den Bericht des Jagdpächters trug Peter Fink vor. Demnach konnten 20 Stück Rehwild erlegt werden (neun Rehe fielen Wildunfällen zum Opfer). 14 Sauen (zwei Sauen Wildunfälle), elf Füchse und 17 Waschbären konnten erlegt bzw. mit Kastenfallen gefangen werden. Sechs Rabenkrähen und acht Elstern wurden ebenfalls erlegt. Wildunfällen fielen noch vier Hasen, drei Dachse und ein Steinmarder zum Opfer.

Bei der Bejagung des Schwarzwildes wurde das Wild in den Wäldern bewusst geschont und auf den frisch eingesäten und bestellten Äckern bejagt.

Mit dem Beginn der Bock-Jagd haben sich die Jäger auf die Bejagung des Rehwildes an der B 49 sowie der Hattenröder und Bersröder Straße schwerpunktmäßig konzentriert, um in den dortigen Bereichen die Anzahl der Wildunfälle zu begrenzen.

Auch an der Hasenzählung des Landesjagdverbandes wurde wieder teilgenommen und dabei insgesamt 54 Hasen gezählt. Dabei konnte festgestellt werden, dass der Hasenbesatz im Reiskirchener Revier nach wie vor gut ist. Eine Bejagung der Hasen fand nicht statt.

Wie in den Jahren zuvor wurden Wiesen vor der Mahd nach Rehkitzen abgesucht. Dies wird auch, nach vorheriger Info durch die Landwirte, weiterhin erfolgen. Die Jagdeinrichtungen sind überprüft und instand gesetzt, gepachtete Flächen gemäht und von Wildwuchs befreit worden. Saatgut für Wildäcker und Blühwiesen wurde erworben, und es können auch künftig nicht landwirtschaftlich genutzte Flächen gepachtet und bestellt werden, um so einen weiteren Beitrag zur Artenvielfalt zu leisten.

Von der Jagdpacht soll an folgende Begünstigte gespendet werden: 5000 Euro an die ev. Kirchengemeinde Reiskirchen zur Renovierung der Orgel, 5000 Euro an die Gemeinde Reiskirchen für den Feldwegeausbau und je 200 Euro an die Minifeuerwehr, Förderverein Kirschbergschule, Förderverein Schwimmbad Ettingshausen und an das Blasorchester für die Jugendarbeit.

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