Rückblick auf "Jahr der Superlative"

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Die Reiskirchener Feuerwehren sind im vergangenen Jahr zu 220 Einsätzen ausgerückt. Dies ist eine Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr. Gemeindebrandinspektor Jan Feldbusch hat dies in seinem Bericht während der Jahreshauptversammlung betont.

Die Reiskirchener Feuerwehren sind im vergangenen Jahr zu 220 Einsätzen ausgerückt. Dies ist eine Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr. Gemeindebrandinspektor Jan Feldbusch hat dies in seinem Bericht während der Jahreshauptversammlung betont.

Hintergrund sind die Überschwemmungen im Frühjahr 2018 und schwere Unfälle auf der B49 und der A5 im vergangen Jahr. Bei den Überschwemmungen war die Bevölkerung vor einem großen Gesamtschaden bewahrt worden, wie Feldbusch festhielt, Jede Einsatzkraft sei damals etwa neun Stunden ununterbrochen im Einsatz gewesen.

Die meisten Einsätze verzeichnete die Feuerwehr in der Kerngemeinde mit 99 und in Lindenstruth mit 49 Diensten. Dies führte laut Feldbusch zu Verdienstausfällen von 17 300 Euro und zu vermehrten Ersatzbeschaffungen von Ausrüstungsgegenständen, die so nicht vorhergesehen werden konnten. Der Gemeindebrandinspektor betonte, dass für Einsätze zur Rettung von Menschenleben und bei Bränden keine Gebühren in Rechnung gestellt werden dürfen.

Mit Fotos untermalte Feldbusch einige schreckliche Unfälle, die die Menschen in der Feuerwehr teilweise sehr belasteten. "Dies sind eindrucksvolle Zahlen und Bilder, die einmal mehr die Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft der 191 Feuerwehrangehörigen in der Gemeinde Reiskirchen dokumentieren." Deshalb sei eine angemessene Würdigung der Arbeit angebracht.

Bürgermeister Dietmar Kromm sprach von "einem Jahr der Superlative für die Feuerwehren" Diese gingen teilweise über die Belastungsgrenze der Einsatzkräfte hinaus. Es sei selbstverständlich, dass defektes Material von der Politik ersetzt würde. Speis und Trank nach dem offiziellen Teil der Jahreshauptversammlung fielen in diesem Jahr ausgiebiger als in der Vergangenheit aus. Es sei durchaus als Dank und Anerkennung zu verstehen, "dass es diesmal mehr als ein Frikadellenbrötchen ist", sagte Kromm.

Jugendfeuerwehr in allen Ortsteilen

Der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Michael Seipp-Wallwaey, dankte den Kräften und erwähnte, dass die Gemeindevertretung für die Bereitstellung der Gelder für die Feuerwehr zuständig sei. Deshalb sei ein gutes Verhältnis zwischen Feuerwehr und der Politik auch sehr wichtig.

Den Worten von Gemeindejugendfeuerwehrwart Patrick Jünger war zu entnehmen, dass es in jedem Ortsteil der Gemeinde Reiskirchen eine Jugendfeuerwehr gibt, die den Nachwuchs der Einsatzabteilungen sicherstellt. In der Jugendfeuerwehr sind 67 Jugendliche aktiv, drei wurden in die Einsatzabteilungen übernommen.

Zum neuen Wehrführer in Lindenstruth wurde im Januar Lars-Patrick Grün gewählt, zu seinem Stellvertreter Peter Fink. Minifeuerwehrwart in Ettingshausen ist Carsten Kestawitz. Sie erhielten ihre Ernennungsurkunden. Neu in den Einsatzabteilungen sind Chiara Lukas, Timo Lars Doebler und Susanne Pöhlsen.

Bianca Heuser, Christina Franke, Sonja Grün, Sandra Langsdorf, Anja Stark, Malte-Torsten Görnert, Tobias Schmitt und René Marcel Stark nahmen das Silberne Brandschutzehrenzeichen am Bande entgegen, Marco Rumpf, Dr. Thomas Stumpf, Steffen Becker und Uwe Görnert das Goldene. Das Ehrenzeichen des Bezirksfeuerwehrverbandes in Bronze ging an Steffen Busch, Karina Hochheim, Carsten Kestawitz und Torsten Neu, in Silber an Uwe Seng und in Gold an Heinz Schomber und Alfred von Keutz.

Die Florian-Medaille der Hessischen Jugendfeuerwehr in Silber erhielten Mathias Hochheim, Jan Doebler, Benjamin Sieg und Susanne Görnert – und in Gold Patrick Jünger und Sina Speier. Die Anerkennungsprämie für 10 Jahre erhielten Kevin Kerzel, Ingo Rühl, Sven Knebel, Miklas Münke und Florian Volk, für 20 Jahre Steffen Busch, Michael Schmücker und René Stark und für 30 Jahre Thorsten von Keutz Das Ehrenzeichen für Feuerwehrmusiker in Bronze erhielten Franziska Schmitz und Hannah-Sophie Tscherney und in Silber Marc Ruber.

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