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Die landwirtschaftlich genutzten Grundstücke östlich der Mozart- und Beethovenstraße in Lindenstruth, zwischen den Gleisen der Vogelsbergbahn und dem Gelände der Firma Weiss Umwelttechnik gelegen, sollen in Bauland umgewidmet werden.

Reiskirchen wächst

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Reiskirchen (se). Die Gemeinde Reiskirchen wird weiter wachsen - und zwar in Lindenstruth. In der Sitzung am Mittwochabend stimmten alle Gemeindevertreter einer Vorlage zu, nach der der Gemeindevorstand die im geplanten Geltungsbereich des Bebauungsplans Alte Straße liegenden landwirtschaftlichen Grundstücke erwerben soll. Dabei handelt es sich um eine Fläche, die östlich der Mozart- und Beethovenstraße und zwischen dem Gelände der Firma Weiss Umwelttechnik sowie den Gleisen der Vogelsbergbahn liegt.

Der Kaufpreis wird auf 22 Euro pro Quadratmeter festgelegt. Den Verkäufern kann laut Vorlage ein Vorkaufsrecht für ein neu zu erschließendes Wohngebiet zu den noch festzulegenden Verkaufsbedingungen eingeräumt werden. Ebenso sprachen sich die Gemeindevertreter für die von Frank Arnold (SPD) eingebrachte Ergänzung aus, wonach für die Käufer, die dieses Vorkaufsrecht besitzen, die gleichen Bedingungen gelten wie für die anderen Käufer auch.

Begründet wird der beschlossene Erwerb der Grundstücke an der Alten Straße damit, dass "zur weiteren Entwicklung für Baulandflächen des Eigenbedarfs in Lindenstruth sowie zur Verwirklichung perspektivischer Entwicklungsziele eines ortsansässigen Betriebes" die Gemeinde einen Bebauungsplan aufzustellen beabsichtigt. Die Grundstücke sollen mit der Bereitstellung der entsprechenden Mittel der Haushaltsjahre 2019 und 2020 erworben werden. "Der Kauf soll spätestens Ende Februar 2020 abgeschlossen sein", heißt es in der Begründung. Weitere Kosten entstehen der Gemeinde durch die Erschließung des Gebietes. Zum Abschluss des Antrages heißt es aber: "Aus dem Abverkauf sind Einnahmen zu erwarten."

Gebührenordnung verabschiedet

Ebenfalls einstimmig angenommen wurde die neue Gebührenordnung für die Kindergärten der Gemeinde. Diese sieht eine moderate Erhöhung für die kommenden Jahre vor. Allerdings wird darauf hingewiesen, dass das Land Hessen für Kinder ab dem vollendeten dritten Lebensjahr bis zum Schuleintritt Zuweisungen für die ersten sechs Stunden eines jeden Tages entrichtet. Bei Bestehen dieser Zuweisungen wird ein Kostenbeitrag für diesen Zeitraum nicht erhoben.

Mit einer Tischvorlage präsentierte Bürgermeister Dietmar Kromm einen Beschlussvorschlag, wonach die Gemeindevertretung grundsätzlich eine Durchführung der geplanten Umbau- und Sanierungsmaßnahmen des Verwaltungsgebäudes in Reiskirchen zustimmt. Dabei erläuterte der Rathauschef die einzelnen Maßnahmen und teilte mit, dass sich die Baukosten nach einer groben Kostenschätzung auf 500 000 Euro belaufen. Haushaltsmittel aus dem Jahr 2018 in Höhe von 259 000 Euro, aus 2019 in Höhe von 106 000 Euro (der bestehende Sperrvermerk wurde am Mittwoch aufgehoben) sowie 100 000 Euro (2020) und 55 000 (2021) sind dafür vorgesehen. Die Maßnahme beinhaltet die energetische und bauliche Sanierung der Dachflächen. Auch soll die Stromversorgung auf den neuesten Stand gebracht werden. In energetischer Hinsicht müsste das Gebäude ebenfalls saniert werden. Diesem Antrag haben alle Gemeindevertreter zugestimmt.

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