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Das passt: Peter R. Manolopoulos (l.), Mitglied der Schunk-Unternehmensleitung und verantwortlich für Weiss Technik, legt die Wasserwaage an. Landrätin Anita Schneider (r.) und Bürgermeister Dietmar Kromm (2. v. l.) schauen genau hin. Ebenfalls mit von der Partie: Schunk-Vorsitzender Dr. Arno Roth (4. v. l.) Gießens Regierungspräsident Christoph Ullrich (4. v. r.). 

Weiss Technik

Schunk investiert neun Millionen Euro in neues Innovationszentrum

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Für den Erfolg des Technologiekonzerns Schunk ist die Entwicklung neuer Produkte entscheidend. Deshalb baut das Unternehmen am Standort von Weiss Technik in Lindenstruth ein Innovationzentrum.

Resikirchen - Insgesamt 64 Standorte in 29 Ländern zählt die Schunk Gruppe weltweit. Drei davon befinden sich im Landkreis Gießen. An einem investiert der Technologiekonzern in diesem Jahr rund 9 Millionen Euro. Und zwar in die Tochtergesellschaft Weiss Technik in Lindenstruth. Dort entsteht in den kommenden Monaten ein neues Innovationzentrum, das sogenannte Innovation Center und damit ganz neue räumliche und technische Möglichkeiten für zukunftsweisende Neuentwicklungen.

Bis zum Jahresende wird auf 3600 Quadratmetern in drei Stockwerken nicht nur genügend Raum für rund 50 Mitarbeiter der Entwicklungsabteilung geschaffen, die dort künftig "an den Produkten von morgen tüfteln", wie Peter R. Manolopoulos, Mitglied der Unternehmensleitung der Schunk Gruppe und verantwortlich für Weiss Technik, anlässlich der Grundsteinlegung sagte.

Schunk in Reiskirchen: 3600 Quadratmeter für 50 Mitarbeiter

In dem neuen Gebäude wird auch Platz für Versuchswerkstätten und Prüfräume sein, außerdem für die sogenannte Weiss Academy und ihre Schulungen. Eine "optimale Arbeitsumgebung und Ausstattung" böten die Grundlage für den führenden Anbieter von Umweltsimulationsanlagen, Klima- und Pharmatechnik, seinen Vorsprung auf diesem Gebiet weiter auszubauen, "Das Innovation Center wird die Produktentwicklung von Weiss Technik auf eine ganz neue Stufe heben", sagte Manolopoulos.

Dabei wird das Innovationszentrum ein Novum sein. "So etwas hat die Welt noch nicht gesehen",versicherte Dr. Arno Roth, Vorsitzender der Unternehmensleitung der Schunk Gruppe, Roth machte aber auch deutlich, wie wichtig solche Investitionen seien, um weltweit mitzuhalten.

Schunk in Reiskirchen: Entscheidend für den Erfolg

"Wenn wir in Mittelhessen industrielle Arbeitsplätze schaffen wollen, ist das nur möglich, wenn wir innovativ sind. Unsere Produkte müssen einen echten Mehrwert bieten", sagte Roth.

Drei Beispiele für Innovationen made in Mittelhessen gab Roth den zahlreich erschienen Gästen aus Politik, Wirtschaft sowie Mitarbeitern mit auf den Weg: ein innovatives Schnellladesystem für Elektrobusse, das in Wettenberg entwickelt wurde und bereits weltweit im Einsatz ist; der neue, extrem temperatur- und korrosionsbeständige, aber dennoch flexible oxidkeramische Verbundwerkstoff OFC aus der Innovationsschmiede Heuchelheim; ein umweltfreundlicheres Kältemittel, das in Klimaschränken zum Einsatz kommt - die jüngste Neuentwicklung aus dem Hause Weiss Technik.

Weil solche Innovationen entscheidend für den Erfolg des Konzerns seien, hält Roth die Investition in das Innovationszentrum für den "richtigen Weg, um auch künftig die Nase vorn zu haben, wenn es um Technologie geht".

Schunk in Reiskirchen: Chancen für Wachstum

Viele Chancen zum gemeinsamen Wachstum für das Unternehmen und die Region sieht Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich im neuesten Projekt der Schunk Gruppe. Es sei beeindruckend, welche Innovationskraft und Leistungsfähigkeit in Mittelhessen vorhanden sei. In dieser "Wirtschafts- und Bildungsregion" zählten Weiss Technik und die Schunk Gruppe zu den Leuchttürmen.

Die heutige Abteilung für Innovationen war früher für die Geräteverbesserung zuständig. Gerade zwei Mitarbeiter waren hier tätig. 2014 kamen zwei weitere dazu. 2016 zog die Abteilung wegen Platzmangels mit mittlerweile neun Mitarbeitern nach Linden um. Doch die "hinderliche Distanz zum Stammwerk" (Manolopoulos) führte 2017 zu den Planungen für das Innovationszentrum. Im vergangen Jahr gab es dafür von Schunk die finale Freigabe.

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