Bürgermeisterkandidat

In Reiskirchen fordert André Schäfer Amtsinhaber Kromm heraus

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In Reiskirchen hat mit dem Parteilosen André Schäfer ein dritter Kandidat seinen Hut in den Ring geworfen. Der 41-Jährige fordert Amtsinhaber Kromm und SPD-Frau Anja Stark heraus.

Dietmar Kromm bekommt es bei der Bürgermeisterwahl am 28. Oktober mit einem weiteren Gegenkandidaten zu tun. Neben Anja Stark (SPD) bewirbt sich ein Parteiloser um den Posten des Rathauschefs: André Schäfer ist 41 Jahre alt, Rechtsanwalt und verheiratet.

Er lebt mit seiner Frau und seinem zehnjährigen Sohn seit 2016 in Reiskirchen. Gestern hat er seinen Wahlvorschlag bei der Gemeinde abgegeben, für den er vergangene Woche die erforderlichen Unterschriften sammelte.

Kommunalpolitische Erfahrung hat der Jurist, der in Atzbach aufwuchs, bereits. Und in Reiskirchen ist er kein Unbekannter: Für die CDU saß er 2006 und 2007 – damals lebte er in Burkhardsfelden – im Gemeindevorstand.

Dann zog er nach Homberg und engagierte sich dort als Kreisvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung. "Leider habe ich immer wieder festgestellt, dass parteipolitisches Denken auf kommunaler Ebene nicht fruchtbar ist", sagt Schäfer.

Aus der CDU ausgetreten

Gute Vorschläge würden zu oft aus ideologischen Gründen bekämpft. Er zog die Konsequenz und trat aus der CDU aus.

Vor zwei Jahren kehrte Schäfer mit seiner Familie zurück in den Landkreis und stellte fest, dass "sich Reiskirchen überhaupt nicht entwickelt hat". Die Bevölkerungszahl sinke, wenn auch nur sehr gering.

Amtsinhaber nur mit Erhalt, nicht Entwicklung beschäftigt

Gründe dafür macht der Kandidat unter anderem in fehlenden Baugebieten und einem Gewerbeangebot aus, das in seinen Augen nicht nachhaltig ist.

Der Amtsinhaber sei nur mit dem Erhalt statt der Entwicklung der Kommune beschäftigt. "Aber Jammern füllt keine Kammern", sagt Schäfer, der vor zwei Wochen den Entschluss fasste, es selbst besser zu machen.

Am Herzen liegen dem 41-Jährigen die Einführung der wiederkehrenden Straßenbeiträge und die Intensivierung der interkommunalen Zusammenarbeit mit Buseck, um mittelfristig als Mittelzentrum anerkannt zu werden.

Jetzt stehen Gespräche an

Außerdem will er die Situation der Gewerbetreibenden vor Ort verbessern und dem "zwanglosen Ansiedeln" ein Ende machen.

Gespräche mit den Fraktionen stehen für ihn als nächstes auf dem Programm, mit den Grünen hat es bereits eines gegeben.

Und sobald der Wahlvorschlag akzeptiert wurde, will Schäfer in die aktive Bewerbungsphase gehen und sich und seine Ziele den Bürgern vorstellen. Nach Feierabend und am Wochenende sind die Hausbesuche vorgesehen. (Foto: pm)

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