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Am Reiskirchener Rathaus stehen umfangreiche Sanierungsarbeiten an. (Archivfoto: srs)

Rathaus braucht Sanierungen

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Reiskirchen (la). Das Reiskirchener Rathaus soll umgebaut werden. Die Pläne empfahl nun der Bau- und Investitionsausschuss der Gemeinde.

Karl Wilhelm Langsdorf (CDU) sieht in den Plänen eine sinnvolle Lösung, auch wenn beim Bau sicherlich noch manche Überraschung auftauchen werde. Bürgermeister Dietmar Kromm stellte die verschiedenen Arbeiten vor und ging auf die Fragen der Ausschussmitglieder ein. Geplant sind die energetische und bauliche Sanierung der Dachflächen, der Haupt- und Unterverteilungen Elektro, Umstellung auf LED-Beleuchtung aller Arbeitsplätze sowie die Ertüchtigung von Netzwerk und Server. Nicht zuletzt sollen die Fenster im ehemaligen Anbau des Verwaltungsgebäudes ausgetauscht werden.

Die Flachdachflächen sind marode. Durch mehrere Wassereinbrüche wurde 2019 die Sanierung der Dachflächen dringend. Die Hauptverteilung der Stromversorgung ist bereits am Belastungsmaximum angelangt. Die Fensterflächen im Anbau aus dem Jahre 1992 sind undicht und energetisch unbrauchbar.

Darüber hinaus sind aufgrund der internen Umstrukturierung der Verwaltung Umbaumaßnahmen erforderlich. Der Empfang wird entfallen, durch einen Wanddurchbruch wird geschaffener offener Zugang zu den Büros entstehen. Die Finanzverwaltung sowie der Durchgang in den Altbau erhalten einen separaten Zugang. Der Kopierer soll aus brandschutztechnischen Gründen eingehaust werden. Durch die Umstrukturierung werden einzelne Büros noch in kleinerem Umfang umgebaut werden.

Aus energtischer Sicht ist zudem die Sanierung des Gebäudes notwendig, da es sich auf einem Stand zu Beginn der 1990er Jahre befindet. Die Gesamtkosten werden auf rund eine halbe Million Euro geschätzt. Bereits seit dem Haushalt 2018 sind Teilsummen hierfür eingeplant worden. Der Ausschuss empfahl daher die Aufhebung des Sperrvermerks.

Firma Weiss will weiter wachsen

Matthias Wolf und Franziska Licher vom Planungsbüro Fischer (Linden) stellten die Planung "Alte Straße" im Ortsteil Lindenstruth vor. Der Geltungsbereich umfasst insgesamt 6,7 Hektar. Davon sind 2,9 Hektar für ein allgemeines Wohnungsbaugebiet vorgesehen, was etwa 45 Bauplätzen entspricht. Die Fläche für den Gemeinbedarf beläuft sich auf etwa 0,3 Hektar. Die Verkehrsflächen nehmen etwa fast einen Hektar in Anspruch. Ziel sei, Bauplanungsrecht für den kompletten Geltungsbereich des Plangebietes "Alte Straße" zu schaffen. Die Bauplätze sollten nach Bedarf umgesetzt werden.

Insgesamt entstehen in diesem Sondergebiet durch die geplante Gebietsausweisung in Kombination mit den zulässigen Nutzungsarten kein nennenswertes Verkehrsaufkommen und keine zusätzliche verkehrliche Belastung für die Erschließungsstraßen der Mozart- und Beethovenstraße sowie für das geplante Baugebiet, sagten die Planer. Verwiesen wurde auf emissionsarme Nutzungen. Das Sondergebiet, das topografisch höher liege, diene der in diesem Bereich bereits angesiedelten Firm Weiss, Umwelttechnik, die Büroräume, Teilflächen für Forschung und Entwicklung, Schulung und Fortbildung sowie Service im nördlichen Bereich errichten will. Die Erschließung geschieht über das bestehende Werksgelände der Firma Weiss, sodass der hierdurch entstehende Verkehr nicht die vorhandenen und geplanten Erschließungsstraßen im vorliegenden südlichen Planbereich (Wohngebiet) belastet.

Gleichzeitig bedeute das Sondergebiet auch ein Gewinn für die Gemeinde Reiskirchen. Die 45 Bauplätze gingen über die Eigenentwicklung des Ortsteils hinaus. Weitere Auskünfte erteilten Jens Schäfer und Anne Rinkenberger (beide Firma Weiss) sowie Henri Paul für das Architektenbüro der Firma Weiss. Sie verwiesen auf den Bedarf der Firma, der auch für die weitere Zukunft noch darüber hinausginge. Gerhard Albach (Freie Wähler), Ortsvorsteher von Lindenstruth, beklagte gegenwärtig den starken Verkehr von Baufahrzeugen durch das Ortsgebiet. Nach den Worten von Architekt Henri Paul handele es sich dabei um erhebliche Erdauffüllungen, wobei die Firmen und Fahrer mehrmals auf den beabsichtigten Anfahrtsweg verwiesen würden.

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