Mehrere Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung haben gekündigt, weshalb die Besetzungssperre aufgehoben wird. 		FOTO: SRS
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Mehrere Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung haben gekündigt, weshalb die Besetzungssperre aufgehoben wird. FOTO: SRS

Plätze frei im Rathaus

  • vonConstantin Hoppe
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Reiskirchen (con). Der Reiskirchener Haupt- und Finanzausschuss votierte in seiner Sitzung am Donnerstagabend für die Aufhebung der Stellen- besetzungssperre. In der Gemeindeveraltung haben mehrere Mitarbeiter gekündigt, zudem steht ein altersbedingter Ausstieg an. Diese Stellen müssen nachbesetzt werden.

»Was mich nachdenklich stimmt ist, dass in der letzten Zeit so viele Personen gekündigt haben«, kommentierte der Ausschussvorsitzende Gerhard Albach. Letztlich erteilte der Ausschuss dem Antrag den einstimmigen Beschlussvorschlag.

Die Lösung eines drängenden Problems schreitet weiter voran: Die Neuschaffung einer Kindertagesstätte in der Siemensstraße. »Vom vergangenen Oktober bis heute hier einen Mietvertrag zu erstellen und vorzulegen - das ist schon eine sehr sportliche Geschichte«, erklärte Bürgermeister Dietmar Kromm. »Ich denke, das ist etwas, dass uns allen nutzt, vor allem den Kindern und Eltern.«

Grüne kritisieren

Auch Ausschussvorsitzende Gerhard Albach stimmte dem zu: »Diese Planung steht einem Kindergartenkonzept nicht im Wege und wäre eine schnelle Lösung für die aktuellen Probleme.« Denn so könnte schon in einem dreiviertel Jahr hier eine weitere Betreuungsmöglichkeit geschaffen werden. Diese ist dringend nötig, denn gerade im Bereich der U-3-Betreuung fehlen Optionen und zu Beginn des vergangenen Jahres mussten bereits Kinder abgelehnt werden.

In der Siemensstraße sollen gleich zwei U3-Gruppen entstehen sowie eine weitere altersgemischte Gruppe. Bereits am Mittag waren die Ausschussmitglieder zu einer Ortsbesichtigung in der Siemensstraße vor Ort.

Ganz kritiklos ging das ganze aber nicht vonstatten: »Der ganze Vertrag wurde mit heißer Nadel gestrickt - vielleicht zu heißer«, erklärte Dr. Rolf Tobisch (Bündnis 90/Die Grünen). »Man hätte auch kurzfristig zwei Wald-Kita-Gruppen schaffen können - auch das hätte den Druck aus der Betreuung herausgenommen und es wäre deutlich günstiger geworden.« Tobisch sagte, dass man dann mehr Zeit gehabt hätte, um etwas vernünftiges zu planen, »aber das ist anscheinend so nicht gewollt«.

Dem widersprach Bürgermeister Kromm: »Ein Waldkindergarten wird ein Teil des Kindergartenkonzept sein - aber das ist heute nicht Teil der Tagesordnung. Zudem geht es hier vor allem um die U-3-Betreuung und die ist in einem Waldkindergarten nur schwer umzusetzen.« Der Mietvertrag erhielt im Ausschuss mit sechs Ja-Stimmen und einer Enthaltung eine klare Beschlussempfehlung. Derzeiten laufen noch Nachbesserungen zum Mietvertrag.

Aktuell kommt es noch zu Nachbesserungen im Mietvertrag - am kommenden Mittwoch wird dieser bei der Sitzung der Gemeindevertretung erneut Thema sein.

Die Coronapandemie bedingt weitere Änderungen in der Satzung der Gemeinde: So musste eine Neufassung der Entschädigungssatzung der Gemeinde Reiskirchen geschaffen werden, um den höheren Ansprüchen für die Wahlhelfer zur anstehenden Kommunalwahl Rechnung zu tragen. Zudem mussten auch Videokonferenzen mit in die Satzung aufgenommen werden. Die Neufassung erhielt den einstimmigen Zuspruch der Ausschussmitglieder.

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