"Option Zug für Ältere nicht zumutbar"

  • vonGerhard Albach
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Reiskirchen(gal). Erneut hat der Ortsbeirat (OB) Lindenstruth über Verbesserungen der Busverbindungen beraten. Mit Empörung wurden Antworten der Verkehrsgesellschaft Oberhessen mbH (VGO) zur Kenntnis genommen, denn: Die schlechten Verbindungen und oftmals nur im Stundentakt verkehrenden Busse werden mit der Möglichkeit der Nutzung von Zügen erklärt. Die aber, so die OB-Mitglieder, müssten in Reiskirchen erst einmal überhaupt erreicht werden. Dies sei für Berufstätige morgens überhaupt keine Lösung und für Ältere nicht zumutbar.

"In den großen Städten werden immense Summen investiert und die Verbindungen ständig optimiert, aber für die ländliche Gegend haben weder die große Politik noch die Verkehrsbetriebe ein Ohr - da wird mit fadenscheinigen Begründungen versucht, Geld zu sparen", warf Gaby Thiel ein. Der Hinweis der VGO, dass in Reiskirchen auch Ärzte ansässig seien, sei eine Verhöhnung gerade der älteren Einwohner, die über Jahre an ihre Ärzte gewöhnt seien.

"Es ist einfach nicht hinnehmbar, dass durch Lindenstruth die Bahnlinie geht (aber kein Bahnhof vorhanden ist), der Ort mit der stark befahrenen B 49 stark belastet ist, aber mit am schlechtesten von allen Ortsteilen mit den Bussen bedient wird", so die Aussage von Gerhard Albach.

Man ist sich im OB einig, dass die gegenwärtige Pandemie nicht dazu verleite, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nehmen. Allerdings gebe es einige Mitbürger, die auf die Busse angewiesen sind. Deshalb soll erneut versucht werden, Lindenstruth besser ans öffentliche Verkehrsnetz anzubinden.

Die den Ort betreffenden Haushaltsansätze 2021 wurde einstimmig zugestimmt. Die Brücke zwischen Lindenstruth und Reiskirchen braucht nicht groß ausgebaut bzw. repariert zu werden, sondern es reicht die Nutzung für Fußgänger und Radfahrer aus.

Ortsvorsteher Albach dankte dem Gremium für die engagierte Zusammenarbeit und wies auf die nächste Sitzung am Donnerstag, 14. Januar, um 19.30 Uhr im Dorftreff hin.

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