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Die Freien Wähler fordern im Rahmen der Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs unter anderem einen Bahnhaltepunkt in Lindenstruth.

»ÖPNV auf Dörfern verbessern«

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Reiskirchen (pm). »Freie Wähler aus Reiskirchen für Reiskirchen«: So lautet die Botschaft der Wahlkampf-Broschüre, in der alle Kandidaten vorgestellt werden. Viele neue, junge Gesichter ergänzen die erfahrenen Personen, die schon lange die politischen Entscheidungen mitbestimmen. Zusammen möchten sie alle Wählergruppen ansprechen und »versichern gleichzeitig, dass wir uns für jeden, egal ob jung oder alt, einsetzen«.

Der Verein unterliege »keinen Parteizwängen« und sei »in keinster Weise weisungsgebunden«, sagt Karl Heinz Scherer. Man finanziere sich durch Spenden der Mandatsträger, und »nicht mit Zuschüssen von oben oder Spenden von Firmen oder einflussreichen Personen, wir sind und bleiben deshalb unabhängig«, schreiben die Freien Wähler in ihrer Pressemitteilung.

Sport fördern

Zu der Werbung, die in Ortschaften und an Straßen zu sehen ist, erklären sie: »Wir haben uns bewusst für wenige kleine Plakate entschieden, die wir zum Teil sogar wiederverwenden können, denn unabhängig, kompetent, sachorientiert und ideologiefrei arbeiten wir immer.« Die Förderung des Sports und die Erhaltung der gemeindlichen Sportstätten und Sporthallen liegt den Freien Wählern besonders am Herzen. Weitere Ziele: Kein Verkauf oder Überlassung des Wassernetzes an private Investoren, die Verbesserung des Klimas sowie die Erhaltung des Waldes.

Die Freien Wähler kritisieren, dass die Kommunen oftmals von der Landesregierung im Stich gelassen würden und die notwendige Finanzausstattung verweigert werde. Das Konnexitätsprinzip (»Wer bestellt, bezahlt«) werde nicht eingehalten, Vorgaben würden »von oben« gemacht und finanziell nicht ausreichend unterstützt. Ein Beispiel sei der Kita-Bereich, zu dem Reiskirchen jedes Jahr weit über zwei Millionen Euro aus dem laufenden Haushalt bezahlen muss. Die Landesregierung verkünde »großmundig«, Kitas seien gebührenfrei, gebe dann aber nur einen begrenzten Zuschuss an die Gemeinde, die den Großteil bezahlen müsse. Hier fordern die Freien Wähler die vollständige Kostenbefreiung der Eltern und Finanzierung durch das Land. Mit den dadurch frei werdenden Geldern könnte Reiskirchen notwendige Investitionen finanzieren.

Beispielhaft nennen die Freien Wähler die Verbesserung der kommunalen Infrastrukturen in den Dörfern durch besseren ÖPNV und Individualverkehr, die Bahnhaltestelle Lindenstruth, Ortsumgehungen, Ausbau der Radwegeverbindungen und -abstellanlagen, bessere Internetverbindungen, Förderung und Stärkung des Ehrenamtes. Die alten Ortskerne sollten erhalten, aber nicht durch Großinvestoren verschandelt werden. Die Arbeit der Feuerwehren sei mit einer finanziellen Entschädigung zu würdigen.

Die kostenlose Nutzung des ÖPNV ist eine weitere Forderung der FW. Ständig rede die große Politik von Verbesserung, vergesse aber den ländlichen Raum mit den Dörfern. Ohne bessere Anbindungen, verbunden mit finanziellen Anreizen, werde der Autoverkehr nicht weniger und die Klimaziele blieben unerreicht.

Infos zu Zielen und Kandidaten finden sich auch auf Facebook und Instagram unter #wirbringenreiskirchennachvorn .

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