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Rüdiger Meier (links) und Benjamin Klös sind seit 2017 in Saasen mit ihren Bubble Balls am Start. Auch der achtjährige Elias ist ein Fan der bunten Kugeln.

Funsport

Neuer Trend: Jede Menge Spaß mit Bubble Ball

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Mit Bubble Ball kann man jede Menge Spaß haben. Zwei Freunde haben den Trend aus Skandinavien nach Saasen geholt. Jetzt bauen sie ihr Angebot weiter aus.

Anlauf nehmen und sich dann mit Schwung nach vorne kippen lassen: Das kostet am Anfang schon ein bisschen Überwindung. Aber wenn der Körper durch eine riesige Kunststoffkugel geschützt ist, kann eigentlich nichts passieren. Bubble Ball heißt der Funsport, der Menschen in riesige Flummies verwandelt und jede Menge Spaß verspricht. Zwei Freunde aus Saasen haben den Trend aus Skandinavien vor drei Jahren nach Mittelhessen geholt.

Benjamin Klös und Rüdiger Meier hatten Bubble Ball bei einem Junggesellenabschied in Hamburg kennengelernt und mit der Truppe dabei soviel Spaß, dass sie sich das Vergnügen daheim noch einmal gönnen wollten. Dann stellten sie fest: "Das gibt’s hier gar nicht." Bis zum Entschluss, die Sache selbst in die Hände zu nehmen, war es dann nicht mehr weit. 2017 erblickte die Bubble Ball Gießen GbR das Licht der Welt

Klös und Meier sind seit gemeinsamen Fußballer-Tagen befreundet. Mit der Idee, sich selbstständig zu machen, hatten der Vertriebsingenieur und der Elektriker, beide Anfang 30, schon länger geliebäugelt. Bubble Ball kam ihnen da gerade recht. Die Investitionen waren überschaubar und das Angebot wird vorwiegend am Wochenende nachgefragt, so dass die Geschäftspartner weiter in ihren Berufen tätig sein können. "Selbstständigkeit light", sagt Klös und lacht. Zwölf Bälle wurden angeschafft und dann lautete die Devise: "Es wird was oder es wird nix."

Es ist was geworden. Die Bubble Ball Gießen GbR hat ihr Angebot kontinuierlich ausgebaut. Im zweiten Jahr schafften sie ein XXL-Dartspiel an, bei dem man mit Fußbällen auf eine riesige Scheibe zielt, wo sie wie Kletten hängen bleiben. Dann kamen ein Bogenschießspiel und eine Hüpfburg hinzu, und zuletzt wurde der Bestand an Bubble Bällen verdoppelt. Die Jungs sind ganz gut im Geschäft. Ihre Kundschaft kommt aus ganz Mittelhessen. Meier umschreibt die Zielgruppe so: "Alle, die für ein Event was Exklusives suchen." Das können zum Beispiel Schulklassen sein oder Sportvereine, Junggesellen auf Abschiedstour, Jugendgruppen oder Kollegen beim Betriebsausflug. "Mein Opa ist 80, der hat es auch schon ausprobiert", erzählt Klös.

Das Angebot kann auf ganz unterschiedliche Weise genutzt werden. Man kann sich das Equipment einfach ausleihen oder sich von den beiden Spielleitern anleiten lassen. Man kann nach Saasen kommen und sich auf einem Feld schräg gegenüber der Sport- und Kulturhalle so richtig austoben. Oder man kann andernorts Spaß haben, sofern draußen oder in einer Halle genügend Platz ist. An manchen Schulen zum Beispiel ist Bubble Ball eine beliebte Aktivität für Projekt- und Wandertage.

Die Bubble Balls erinnern ein bisschen an riesige Schwimmringe, nur in rund und natürlich viel größer. Im Inneren sind Schulterriemen und zwei Haltegriffe angebracht. So sitzt die Plastikkugel fest am Körper. Fallen lassen, über den Boden rollen, Anrempeln: alles kein Problem. "Die Verletzungsgefahr ist geringer als beim normalen Fußball", sagt Klös. Der Rekord im Rollen-Contest liegt bei unfassbaren 96. Man kann mit den Balls aber nicht nur hin- und herkullern. Last Man Standing oder Sumo gehören bei Klös und Meier zum Standard-Repertoire. Außerdem haben sie noch ein paar Specials im Angebot - und natürlich Fußball. Da darf dann in der Spielsituation auch ordentlich gerempelt werden

Wer im Team mit Bubble Ball Spaß haben will, sollte mindestens eine Stunde Zeit einplanen, bei mehr als 15 Leuten mindestens eineinhalb. Und ein bisschen fit sollten die Teilnehmer auch sein, denn: "In den Dingern ist es warm. Und man bekommt schlechter Luft." Deshalb werden die Spieler beim ersten Mal nach zehn Minuten gewechselt. Meier: "Das ist dann anstrengend genug." Meistens seien die Teilnehmer nach eineinhalb Stunden platt. "Aber wir schauen nicht auf die Uhr", versichert Klös. "Wer Spaß verkaufen will, muss selbst Spaß dran haben."

Bald startet Fußball-Golf

In Saasen dürfte mittlerweile jedes Kind Bubble Ball kennen. In den vergangenen Jahren gab es bei den Reiskirchener Ferienspielen immer ein kostenloses Angebot. Für dieses Jahr haben sich Klös und Meier allerdings etwas Neues ausgedacht: Fußball-Golf. Funktioniert wie Minigolf, nur eben mit Fußbällen und ohne Schläger. Die Bälle müssen mit möglichst wenig Schüssen ins vorgesehene Loch manövriert werden. Die ersten der insgesamt 18 Bahnen haben sie neben der Bubble-Ball-Arena schon präpariert. Und nicht nur die Ferienspiel-Kinder kommen in den Genuss dieser Gaudi. Die etwa 10 000 Quadratmeter große Fußball-Golf-Anlage ist vom 14. Juni bis 14. Juli täglich von 10 bis 19.30 Uhr geöffnet. 100 Leute haben sich schon angemeldet.

Infos: www.bubbleballgiessen.de

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