Osterkonzert

Musikverein Reiskirchen zu Ostern ganz entspannt

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Beim Osterkonzert des Musikvereins Reiskirchen zeigten alle Formationen, was sie drauf haben. Der Spielmannszug präsentierte erstmals sein Stück für die Deutsche Meisterschaft.

Bunt wie ein gutes Osternest – so war die Musik, welche die unterschiedlichen Formationen des Reiskirchener Musikvereins ihrem Publikum beim traditionellen Osterkonzert im Bürgerhaus präsentierte.

Den Anfang machten die ganz Kleinen. Die drei bis sechsjährigen Teilnehmer der Kindermusikschule wünschten den Besuchern mit zwei Liedern ein schönes Osterfest.

Der Spielmannszug unter der Leitung von Tanja Müller-Schlösser und Oliver Schepp zeigte wieder einmal seine ganze Bandbreite. Dem "Lexington Marsch" folgte das Tongemälde "Sahara", ein Stück, das die Besucher in die Hitze der Wüste und das bunte Treiben auf einem orientalischen Basar entführte. Berührend wurde es mit dem Stück "With drums and guns", das auf dem Lied "When Johnny comes marching home" basiert. Es entstand im amerikanischen Bürgerkrieg und es wurde dort von beiden Seiten gesungen. Und mit "African Heart" präsentierte der Spielmannszug dem Publikum das Stück, mit dem die Musiker Ende Mai zur Deutschen Meisterschaft nach Osnabrück fahren werden.

Auch in diesem Jahr konnte sich der Musikvereins wieder über zwei Spenden freuen, die im Rahmen des Konzertes übergeben wurden. Vom Strickkränzchens "Gesocks" überreichte Agnes Schmitt 1700 Euro an den Vereinsvorsitzenden Mario Binsch, für den Elternbeirat übergaben Simone Petri und Ivonne Döring 800 Euro.

Das Jugendblasorchester unter der Leitung von Holger Nau startete sein Programm mit "Little Brown Jug". Ursprünglich ein Kinderlied aus Amerika, das erst durch ein Big Band-Arrangement von Glenn Miller Weltruhm erlangte.

Bob Marley trifft Mick Jagger

Es folgten verschiedene Motive aus dem Film "Harry Potter und der Feuerkelch" und "Baba’s Reggae Rock" eine spannende Mischung aus Reggae und Rock. "Man könnte sagen: Bob Marley trifft Mick Jagger", erklärte Moderatorin Susanne Hohmeyer-Lichtblau mit einem Augenzwinkern.

Nach der Pause gestaltete das große Blasorchester unter der Leitung von Christoph Aßmann seinen Programmteil, den man überschreiben könnte mit: Zeitlose Musik für eine unbeschwerte Unterhaltung. Die Musiker weckten Erinnerungen an große Samstagabendshows und Stars wie Peter Frankenfeld oder Peter Alexander mit den Stücken "So schön ist Blasmusik", der Erkennungsmelodie des "Grand Prix der Volksmusik", "Musik ist Trumpf", einer Musikrevue aus den 70er Jahren und Melodien aus "Im Weißen Rössl", einem Heimatfilm aus der Zeit, als der Farbfilm noch neu war.

Dem "Nibelungen-Marsch", in dem Gottfried Sonntag zentrale musikalische Motiven des "Rings" von Richard Wagner verarbeitet hat, folgte "Dem deutschen Jäger", eine Zusammenstellung berühmter Lieder und Signale der deutschen Jägerschaft wie "Waidmanns Heil", dem "Jäger aus Kurpfalz" oder "Was bleibt wohl auf Erden", dem Jägerchor aus "Freischütz". Zur zeitlosen Musik passte auch die sinfonische Polka "Zeitlos" und den krönenden Abschluss bildeten die "Frank Sinatra Classics" mit unvergesslichen Liedern wie "New York, New York", "Somethin‹ Stupid" oder "My Way". Ein schönes, entspannendes und fröhliches Osterkonzert, das mit den Zugaben "Prager Burg" und der "Oster-Polka" zu Ende ging. (sh/Fotos: sh)

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