Monokulturen und faszinierende Landschaften

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Reiskirchen (gal). "Straßen so breit, dass die Grünphase der Fußgängerampel zum Überqueren nicht reicht und Felder mit Monokultur, so weit das Auge schauen kann - das alles und noch vieles mehr gehört zum südlichen Südamerika", berichtete Professor Dr. Hermann Knechtges nun in einem Vortrag in Lindenstruth. Drei längere Reisen durch Argentinien, Chile, Uruguay, Paraguay und Brasilien führten zu einem beeindruckenden Bilderbestand, aus dem er eine Auswahl präsentierte.

Viele Bilder entstanden bei Reisen in Überlandbussen, wurden die Pampas, Gebirgs- und Seenlandschaften, Salzwüsten und bunte Felsformationen auf der Speicherkarte der Kamera verewigt. Jedoch böten ein Mietwagen und gute Schuhe die größte Freiheit, sagte Knechtges.

Dünn besiedeltes Land

Beeindruckt war er von den Gletschern in Patagonien, die sich teils mehr als 50 Zentimeter am Tag bewegen. Über den mehr als 300 Kilometer langen südlichen Inlandsgletscher ragen Felsformation, wie die des Fitz Roy oder der Torres de Paine hervor, die ein wenig an die Dolomiten erinnern.

Das Land sei extrem dünn besiedelt. Die Bevölkerung konzentriere sich auf wenige große Städte. Aber dort stößt man vielfach auf einen krassen Gegensatz von Arm und Reich, von prunkvollen Bauten und erbärmlichen Behausungen der Arbeiterschaft. Knechtges zeigte auch Aufnahmen aus der Landwirtschaft. Sie zeigten, wo das nach Deutschland importierte Fleisch herstammt und wie sich die Landschaft durch intensive landwirtschaftliche Nutzung durch Monokulturen verändert hat. Soja werde hier fast nur noch gentechnisch verändert angebaut. Diese Art der Landbewirtschaftung eröffnete am Ende des Vortrages ein lebhaftes Gespräch mit den interessierten Besuchern.

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