Die Dach des Feuerwehrgerätehauses und des angrenzenden Bauhofs wird nun saniert. ARCHIVFOTO: US
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Die Dach des Feuerwehrgerätehauses und des angrenzenden Bauhofs wird nun saniert. ARCHIVFOTO: US

In 20 Minuten alles Wichtige abgehandelt

  • vonConstantin Hoppe
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Reiskirchen(con). Große Einigkeit herrschte am Donnerstag in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde Reiskirchen: Alle zu verhandelnden Punkte wurden der Gemeindevertretung einstimmig zum Beschluss empfohlen. Insgesamt dauerte die Sitzung gerade einmal 20 Minuten.

Inhaltlich ging es unter anderem um das Dach des Feuerwehrgerätehauses in Reiskirchen sowie des daran anschließenden Bauhofs: Die zu sanierenden Dachflächen sind seit mehreren Jahren undicht. Bei Starkregen fließt das Regenwasser teilweise in die Elektroinstallation von Feuerwehr und Bauhof. Dadurch entsteht eine erhebliche Gefährdung der Nutzer.

Ebenfalls steht nach solchen Regenereignissen das Wasser insbesondere auf dem Boden der Feuerwehrfahrzeughallen, wodurch auch erhebliche Gefährdungen für die Nutzer entstehen. Deshalb sollen nun in einem ersten Bauabschnitt die Dachflächen der Holzwerkstatt sowie der Fahrzeughallen von Bauhof und Feuerwehr saniert werden. Die dadurch entstehenden Kosten werden nach aktueller Schätzung bei rund 825 000 Euro liegen. Jedoch muss nach der momentanen Marktlage mit einer Kostensteigerung von 20 bis 50 Prozent gerechnet werden.

Trockner bereits da

Zurückgezogen wurde dagegen ein Antrag der SPD, nach dem ein Trocknungsgerät für das Feuerwehrgerätehaus angeschafft werden sollte. In den vergangenen Monaten war es immer wieder dazu gekommen, dass Teile der Feuerwehrkleidung nach Einsätzen geschimmelt haben. Das liegt auch an der geringer gewordenen Nutzung der Räume in der Corona-Zeit, da so die Luft nicht zirkulieren konnte. Mit einem entsprechenden Trocknungsgerät sollte Abhilfe geschaffen werden.

"Aber ein entsprechendes Gerät steht bereits seit fünf Wochen dort", erklärte Bürgermeister Dietmar Kromm - woraufhin der Antrag zurückgezogen wurde.

Der Waldwirtschaftsplan schließt in diesem Jahr im Ergebnishaushalt mit einem Defizit von rund 159 000 Euro ab - Aufwendungen von rund 316 000 stehen Einnahmen von etwa 157 000 Euro gegenüber.

Der Waldbestand, der in der Vergangenheit eigentlich immer für Einnahmen gesorgt hatte, hat sich nach der Trockenheit der vergangenen Jahre und den daraus resultierenden Schäden zu einem Kostenfaktor entwickelt.

Zudem war ein Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Sitzung eingegangen, nach der die Gemeinde beauftragt werden sollte, geeignete Standorte für eine Wald-Kita in Reiskirchen zu prüfen. Dieser wurde von der Fraktion jedoch zurückgezogen und soll zu einem späteren Zeitpunkt nochmals gestellt werden.

Zudem konnte der Bürgermeister mitteilen, dass eine Ausgleichszahlung des Landes für den Gewerbesteuerausfall in Höhe von rund 1,95 Millionen Euro bei der Gemeinde eingegangen ist.

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