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»Die räumlichen Kapazitäten für eine Notbetreuung sind begrenzt«, sagt Jugendpfleger Sebastian Stumpf.

»Man muss flexibel sein«

  • vonConstantin Hoppe
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Reiskirchen (con). Alles andere als unkompliziert ist die Betreuungssituation in Kindergärten und Schulen in Zeiten von Corona. Manche Aspekte erschließen sich erst auf den zweiten Blick. Dazu gehört auch die außerschulische Betreuung durch die Jugendpflege. Hier gibt es nach wie vor großen Bedarf. In Reiskirchen gibt es seit dem Frühjahr eine kleine Notbetreuung durch die Jugendpflege.

Rege Nachfrage

Die Notbetreuung findet dienstags während der früher üblichen Kinderclubzeiten statt, also von 14.30 bis 17 Uhr in den Räumen der Jugendpflege. Sie richtet sich an Kinder im Grundschulalter. »Ich würde gerne mehr anbieten, aber derzeit besteht die Jugendpflege nur aus mir und der Aushilfskraft. Die personellen Ressourcen sind also limitiert und auch die Räume sind nicht groß genug, um mehr Kinder betreuen zu können«, weist Jugendpfleger Sebastian Stumpf auf den recht begrenzten Platz hin.

Im Vorjahr hat er die Jugendpflege vertretungsweise übernommen. Je nach Bedarf können maximal zwei Gruppen zu je vier Kindern betreut werden - mehr ist aktuell noch nicht möglich. Noch sind nahezu alle Räume der Jugendpflege für Nutzungen gesperrt.

Die Idee zur Notbetreuung hatte der Jugendpfleger eher nebenbei entwickelt: »Immer wieder haben mich Eltern danach gefragt, ob bei Angeboten nicht vielleicht doch noch ein Platz frei wäre oder ob es weitere Angebote gibt.« Dass der Bedarf bestehe, spüre er bei jedem Gespräch mit den Eltern. Während im Sommer 2020 viele Angebote draußen stattfinden konnten, mussten diese nach und nach eingestellt werden. »Wir hatten schon Ideen für die Weihnachtszeit entwickelt - diese mussten dann aber ausfallen«, berichtet Stumpf. Sein Fazit: »Man muss flexibel sein.«

Was kann den Kindern während der Betreuung geboten werden? Vor allem Spaß. »Wir machen eine außerschulische Betreuung - und da sollte die Schule auch keine Rolle spielen und die Kinder eine freie, unbedarfte Zeit erleben«, sagt Stumpf. Dafür werde viel gebastelt, man besuche Spielplätze oder treffe sich auch mal zur Schnitzeljagd - »eben alles, was Spaß macht und auf was Kinder Lust haben.«

In den kommenden Sommermonaten bieten sich dann auch wieder mehr Möglichkeiten, auch in der Jugendarbeit: Dann sollen auch in Reiskirchen die Ferienspiele beginnen. Vom 19. bis 30. Juli werden sich die Teilnehmer unter dem Motto »Eine Reise in das Reich der Märchen und Geschichten« zu einem projektorientierten Angebot auf dem Sportplatz in Saasen treffen (Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren werden dort dann von 10 bis 16.30 Uhr betreut). Ab 5. August stehen beim zweiten Teil der Ferienspiele einzelne Projekte auf dem Aktionsplan - allerdings wird es voraussichtlich kein großes Angebot geben können: »Es fehlen einfach die Partner, die etwas unter den aktuellen Bedingungen auf die Beine stellen können«, erklärt Stumpf.

Anmeldungen für die Ferienspiele sind bis 2. Juni über das Bürgerbüro oder über die Homepage der Gemeinde möglich. Auch für die Notbetreuung ist das Bürgerbüro der Ansprechpartner.

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