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Auch Seniorinnen aus dem Holzweg protestieren gegen die geplante Erweiterung des Gewerbegebietes in Ettingshausen.

Kreative Seniorinnen

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Reiskirchen (pm). Die Bürgerinitiative Lebenswertes Ettingshausen hat in einem Onlinetreffen ihr weiteres Vorgehen beschlossen. Themen wie Umwelt und Natur, Versiegelung von Böden, Wasserschutz oder die Planung weiterer Aktionen zur Information der Bürger wurden auf unterschiedliche Arbeitsgruppen aufgeteilt, berichtete Andrea Wild.

Das erste Ergebnis sei schon sichtbar. Die Seniorinnen aus dem Holzweg 16 in Ettingshausen haben künstlerisch ihren Protest gegen die geplante Erweiterung des Gewerbegebiets Holzweg-Stirn kundgetan. Mit ihrer Aktion unterstützen sie die Bürgerinitiative und verdeutlichen die für sie entstehenden Probleme.

Ungenutzte Flächen bebauen

Die im Antrag der Firma Subtil Real Estate auf Erweiterung des Gewerbegebiets erwähnte Pufferzone zwischen Wohnbebauung und Gewerbegebiet sei für die Seniorinnen nicht zielführend und entspreche keinesfalls ihren Bedürfnissen, teilte die Bürgerinitiative mit. Die Seniorinnen benötigten breite Wege, wenig Lastwagenverkehr sowie die Möglichkeit, in möglichst kurzer Zeit und Wegstrecke das Grüne erreichen zu können.

Bei einem Spaziergang verdeutlichten sie die Enge des Holzwegs, der als Zufahrt für das erweiterte geplante Gewerbegebiet gedacht ist und fordern die Gemeinde Reiskirchen auf, von dieser Erweiterung abzusehen.

Außerdem hat sich die Bürgerinitiative mit einem Brief an Bürgermeister Dietmar Kromm, die Mitglieder des Ortsbeirates Ettingshausen sowie des neu gewählten Gemeinderats gewandt. In dem von Andrea Wild unterzeichneten Schreiben werden die Akteure - vor allem der Bürgermeister - aufgefordert, »die Bürger über die geplanten Maßnahmen ausführlich und ordentlich zu informieren und sich deren Bedenken und Fragen zu stellen«.

Mit Blick auf den Flächenverbrauch bringt die Bürgerinitiative alternative Möglichkeiten der Gewerbeansiedlung ins Spiel: Es sei zum Beispiel zu prüfen, was mit ungenutzten Flächen in Lindenstruth, Am Stundenacker, in Reiskirchen, Bersröder Straße oder im Industriegebiet Buseck ist »und warum Gewerbetreibende aus Ettingshausen sich nicht dort ansiedeln können«. Damit könnte vermieden werden, dass neue Flächen in Ettingshausen versiegelt werden. Bei der geplanten Erweiterung des Gewerbegebietes Holzweg/Stirn handele es sich zum großen Teil um landwirtschaftlich genutze Flächen, die es zu erhalten gelte, so Wild.

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