"Klimadrom" der Weiss Klimatechnik offiziell übergeben

Reiskirchen (rüg). Die Mitarbeiter haben es "Klimadrom" getauft, Dr. Arno Roth (Weiss Group in Lindenstruth) sprach von einem "wichtigen Element zur Standortsicherung" und Geschäftsführer Edwin Ziljstra nannte es ein "Zuhause für ein prozessorientiertes Team": Am Mittwoch wurde das neue Bürogebäude eingeweiht.

Neben rund 20 geladenen Gästen, darunter auch die Fachplaner sowie Mitglieder der Schunk-Unternehmensleitung und der Weiss-Geschäftsführung, hatte sich auch ein Großteil der rund 800 Beschäftigten am Standort zur Eröffnung eingefunden. Anschließend konnte man sich bei Gegrilltem und kühlen Getränken stärken.

Dr. Roth sprach von einem Investitionsvolumen von rund acht Millionen Euro in die Standortsicherung. Neben der Sanierung von Hallen sei das neue Bürogebäude ein wichtiges Element."Weltmarktführerschaft heißt auch Bestleistungen", so Dr. Roth.

Rund 3,5 Millionen Euro kostete das "Klimadrom", das 90 Mitarbeitern Platz bietet und innerhalb von eineinhalb Jahren geplant und umgesetzt werden konnte. Im Januar erfolgte der erste Spatenstich, vollendet wurde das Gebäude nach knapp acht Monaten Bauzeit.

Die Schunk Group sieht in den Investitionen ein klares Bekenntnis zum Standort Lindenstruth. "Wir möchten den Standort noch zukunftsfähiger machen, um langfristig ein attraktiver Arbeitgeber in der Region Mittelhessen zu bleiben", betonte Dr. Roth, Mitglied der Unternehmensleitung der Schunk Group und Geschäftsführer der Division Weiss Group. Aus diesem Grund investiert Schunk im Zeitraum von 2011 bis 2014 weitere 4,5 Millionen Euro in den Ausbau des Standorts zum weltweiten Kompetenzzentrum der Weiss Group für Sonderlagen in der Umweltsimulation.

"Steht für Erfolg und moderne Jobs"

Das Gebäude sei "toll gelungen", freute sich denn auch Gerhard Federer, Vorsitzender der Unternehmensleitung der Schunk Group. Es stehe für zwei wichtige Dinge: Erfolg und moderne Arbeitsplätze. Auch Weiss habe einen guten Beitrag zum erfolgreichen Schunk-Jahr 2011 geleistet, und das werde auch 2012 so sein. Dies biete die Möglichkeit zu investieren und damit nicht nur Arbeitsplätze zu sichern, sondern auch neue zu schaffen. Projektleiter Henri Paul erinnerte daran, dass das Gelände, auf dem das neue Gebäude entstanden ist, früher eine Streuobstwiese gewesen sei.

Noch heute könne man am Rand Apfelbäume stehen sehen. Sicher sei es früher auch einmal als Schafweide genutzt worden. Um daran zu erinnern, übergab Paul Geschäftsführer Ziljstra drei Kunststoffschafe als Einzugsgeschenk.

Mit dem dreigeschossigen Neubau und rund 1400 Quadratmetern Nutzfläche für moderne Büroräume will das Unternehmen der anhaltenden positiven Geschäftsentwicklung der Weiss Group im Bereich Umweltsimulation, Klima- und Wärmetechnik gerecht werden.

Die Weiss-Mitarbeiter in Lindenstruth entwickeln und fertigen Anlagen zur Umweltsimulation, in denen die Funktionalität, Stabilität und Qualität von Produkten der Automobilindustrie, Solartechnik oder Luft- und Raumfahrt getestet werden, sowie Anlagen zur Klimatisierung von Rechenzentren, Operationssälen oder sensiblen Produktionsbereichen in der Pharma- und Lebensmittelindustrie.

Flexibel nutzbare Büroflächen

Das neue Gebäude verfügt auf drei Etagen über flexibel nutzbare Büroflächen für 90 Arbeitsplätze. Weiss hat dafür ein Arbeitsplatzkonzept entwickelt, das den Mitarbeitern die prozessorientierte Teamarbeit und Projektabwicklung ermöglicht. Gleichzeitig bietet das mit modernster Technik ausgestattete Gebäude ein optimales Arbeitsumfeld.

"Für die Schunk Group steht ganz klar im Vordergrund, dass sich die Beschäftigten bei der Arbeit wohl fühlen", erklärte der Vorsitzende der Unternehmensleitung, Gerhard Federer. Während die dem neuesten Stand der Technik entsprechende Klimatisierung des Gebäudes von der Weiss Klimatechnik selbst geplant und ausgeführt wurde, lag die Projektsteuerung für den Neubau bei der P2 Planungs- und Beratungsgesellschaft aus Gießen, für die weitere Planung des Entwurfs und zur Ausführung des Gebäudes war das Büro MMZ Architekten aus Frankfurt verantwortlich.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare