Keine Pause für Waldarbeiter

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Reiskirchen (pm). Das Waldgebiet "Am Nonn" in Reiskirchen bleibt weiterhin gesperrt. Das teilte nun die Gemeinde Reiskirchen mit. Nachdem bereits am Samstag vor Pfingsten die von der Rußrindenkrankheit befallenen Ahornbäume sowie aufgrund von Trockenheit und Borkenkäferbefall abgestorbene und beschädigte Fichten gefällt wurden, stehen nun weitere Arbeiten an. Unter anderem müssen drei mit einem Pilz befallene Buchen gefällt werden. Einer der Bäume steht direkt an einem Wanderweg.

Durch Maschineneinsätze sei der Wanderweg zudem stark in Mitleidenschaft gezogen worden, schreibt Bürgermeister Dietmar Kromm. Er soll bei geeignetem Wetter wieder hergestellt werden.

Insgesamt macht sich der Bürgermeister mit Blick auf den Wald Sorgen: "Stürme und die lang anhaltende Trockenheit haben im Jahr 2018 große Schäden in unseren Wäldern angerichtet. Die Auswirkungen werden zum Teil heute erst sichtbar".

Auch wenn es aktuell ein paar Regentage gibt, halte die Trockenheit in diesem Frühjahr weiter an. "In den Böden fehlen durchschnittlich etwa 260 Millimeter Wasser pro Quadratmeter, somit sind es ein Drittel weniger als in normalen Jahren in unseren Breitengraden." Der Wassermangel mache die Bäume anfällig für Krankheiten.

"Mit großer Sorge müssen wir seit Ostern beobachten, wie sich die Borkenkäfer erneut über die Fichten und Lärchen hermachen", schreibt Kromm weiter. Zudem erwartet er eine hohe Zahl an Borkenkäfern, die den Nadelbäumen zusetzt. "Aber auch unsere Laubbäume haben unter der sehr trockenen und heißen Witterung des letzten Jahres stark gelitten." So seien viele Bäume mit Pilzen und Insekten befallen. "Es geht um die Erhaltung unserer Wälder und die Abwehr weiterer Schäden auf großen Flächen. Schon jetzt haben viele Waldbesitzer hohe Vermögensschäden durch die Witterungsextreme des letzten Jahres erlitten", schreibt der Bürgermeister.

Die Gemeindeverwaltung bittet darum die Bevölkerung um Verständnis dafür, dass dieses Jahr den ganzen Sommer über die Holz-ernte weiterläuft. "Befallene und kranke Bäume müssen schnellstmöglich aus dem Wald geschafft werden", schreibt Kromm. Zudem wird die Aufforstung geplant.

Die Schäden am Wald schaffen aber auch Gefahren für die Waldbesucher. Tote und trockene Bäume können umstürzen und in den Baumkronen hängen Totäste, die jederzeit herabstürzen können, warnt die Gemeindeverwaltung. "Seien Sie bitte aufmerksam", bittet der Bürgermeister.

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