Kein "Frankfurter Modell" in Reiskirchen

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Reiskirchen (pad). Die Schließung der Volksbank-Filiale in Ettingshausen sorgte nicht nur in dem Reiskirchener Ortsteil, sondern auch im Seniorenbeirat für Kritik. In diesem Zuge brachte Vorsitzender Jochen Gärtner die Idee ins Spiel, dass sich Volksbank und Sparkasse doch eine Filiale teilen könnten. Vor Kurzem hatten die Taunus-Sparkasse und die Frankfurter Volksbank genau solche Pläne angekündigt. Sie wollen gemeinsam Filialstandorte nutzen, im tageweisen Wechsel Kunden vor Ort betreuen und beraten. Auch ein Modell für Reiskirchen? Bei der Sparkasse Gießen erklärte auf Nachfrage der Gießener Allgemeinen Zeitung, dass dies derzeit nicht angedacht sei: "Aktuell sehen wir keine Notwendigkeit der Planung gemeinsamer mitarbeiterbesetzer Filialen oder Selbstbedienungsfilialen. Ein solches Modell ist bei uns nicht in Planung."

Bei der Betreuung nicht mehr mobiler Kunden setze man stattdessen auf andere Wege: "Bei Bedarf können gerne auch zu Hause Beratungstermine vereinbart werden. Für mobil eingeschränkte Kunden finden wir individuelle Lösungen."

Ganz neu ist die Idee, Standorte gemeinsam zu nutzen, übrigens nicht: Wie die Sparkasse Gießen mitteilte, teile man sich bereits seit August 2016 eine SB-Filiale mit der Volksbank Mittelhessen in der Gießener Bahnhofstraße. "Beide Geldinstitute waren seit Jahren mit einer Filiale in der Bahnhofstraße in Gießen nebeneinander präsent. Hier bot sich ein gemeinsamer Auftritt in einer Räumlichkeit an", schreibt die Sparkasse. Wegweisend sei dies jedoch nicht. "Diese Entscheidung hat bislang keine Auswirkungen auf zukünftige Planungen."

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