Jetzt sind die Fraktionen am Zug

  • vonConstantin Hoppe
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Reiskirchen(con). Wie geht es weiter mit dem Feuerwehrgerätehaus? Diese Frage stellen sich in Reiskirchen die Fraktionen, nachdem in der letzten Sitzung der Gemeindevertretung die Sanierung des Gebäudes verschoben wurde. Nun stand eine gemeinsame Sitzung von Haupt- und Finanzausschuss sowie Bau-, Umwelt-, Verkehr und Infrastrukurausschuss im Zeichen des Gerätehauses und des angrenzenden Bauhofs.

Denn auch wenn auf Antrag der CDU noch geprüft werden soll, ob eine Verlegung des Bauhofs sinnvoll ist, gibt es Arbeiten, die erledigt werden müssen: Das Dach des Gebäudes, in dem Feuerwehr und Bauhof untergebracht sind, ist undicht und entspricht längst nicht mehr dem Stand der Technik. So wird Regenwasser nicht wie heute üblich an der Gebäudeaußenseite abgeleitet, sondern zuerst durch das Gebäudeinnere geführt. Außerdem gibt es undichte Stellen - zeitweise so schlimm, dass bei starken Regenfällen das Wasser aus den Steckdosen in den Fahrzeughallen laufe. "Ich bin der Auffassung, man kann nicht mit dem Sanierungsbeginn warten, bis der Prüfauftrag fertig ist", erklärte Bürgermeister Dietmar Kromm.

Experte schlägt Satteldach vor

Deshalb kam die Idee auf, die Dächer zu sanieren, um diese Probleme zu beheben, "das muss so oder so gemacht werden". Die Planungen dazu stellte Architekt Rüdiger Weil vor. Er schlug vor, den Bereich umzugestalten und ein Satteldach zu installieren. Die Entwässerung erfolge dann nicht mehr über die Dachmitte.

Von den Arbeiten soll jedoch der Teil des Gebäudes ausgenommen werden, in dem die Verwaltung des Bauhofes untergebracht ist. Er verfügt über ein Dach, das erst 2009 installiert wurde und in gutem Zustand ist. Dort soll nur der bisherige Dachverlauf etwas verlängert werden, um eine bessere Abführung des Regenwassers zu ermöglichen. "Sollten wir diesen Teil mitmachen, um dem Gebäude ein einheitliches Dach zu verpassen, würden die Maßnahmen nochmals teurer", erläuterte Weil. Um den Betrieb der Feuerwehr zu sichern, würden die Bauarbeiten nach und nach erfolgen. Noch nicht in den Planungen enthalten ist der Innenausbau des Gebäudes - auch dort stehen einige Änderungen an.

Die nötigen Arbeiten am Dach würden mit 826 000 Euro zu Buche schlagen. Sollte die Gemeinde bald den Startschuss geben, könnten die Arbeiten vermutlich im späten Sommer des kommenden Jahres erfolgen. Bis dahin ist eine Übergangslösung für die Problemstellen erforderlich. Jetzt stehen die Planungen für weitere Diskussionen in den Fraktionen bereit.

Von diesen Arbeiten losgelöst wurde einstimmig einem Prüfantrag der CDU-Fraktion zugestimmt: Dieser fordert die Prüfung eines interkommunalen Bauhofs mit einer der Nachbarkommunen. So könnte man auch die Verlegung des Bauhofs realisieren und mehr Platz für die Feuerwehr im Gebäudekomplex schaffen.

Mehrfach Wassereinbrüche

Ein weiteres Thema wurde diskutiert: Auch das Dach der Gemeindeverwaltung ist sanierungsbedürftig. Hierzu hatte der Bürgermeister einen Eilantrag gestellt, der jedoch keine Zustimmung fand und nun erneut zur Diskussion steht. "Wir hatten dort schon mehrfach Wassereinbrüche, aber auch die Elektroinstallationen sind erneuerungswürdig; ein Brandschutzgutachten hat weitere Mängel im Verwaltungsbereich hervorgebracht", berichtete der Rathauschef.

Mit 5 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen gab es mehrheitlichen Zuspruch, allerdings sollen zur Sitzung der Gemeindevertretung am Mittwoch genauere Zahlen für die Kosten der Sanierungsarbeiten vorgelegt werden.

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