+
Von außen hat sich am Gebäude in den vergangenen Monaten nicht viel getan. Im Vereinsheim aber wird fleißig gewerkelt.

Innenausbau geht voran

  • schließen

Reiskirchen (ti). Am 11. Oktober wurde das neue Sportgelände der TSG Reiskirchen eingeweiht. 18 Tage später trafen auf dem Platz am Ortsausgang Richtung Lindenstruth zwei heimische Teams zum offiziellen ersten Anstoß aufeinander. Seitdem wurde auf dem Kunstrasen schon viele Male gekickt. Zum Duschen danach allerdings müssen die Spieler nach wie vor in die benachbarte Halle. Denn die Fertigstellung des Vereinsheims, die der Vorstand ursprünglich zum Neujahrsempfang Anfang 2019 angepeilt hatte, verzögert sich.

Bereits bei der Einweihung war schon von März oder April die Rede. Jetzt wird es wohl September, wie Heiko Haas, Vorsitzender Sport, auf Anfrage der Gießener Allgemeinen sagt. Mindestens eine Dusche für den Trainingsbetrieb soll dann zur Verfügung stehen. Der Rest spätestens Ende des Jahres. Ebenso Umkleiden, Küche und alles Weitere. Warum es mit dem Vereinsheim länger dauert als geplant, erklärt Martin Schäfer, Vorsitzender Verwaltung: "Es ist momentan sehr, sehr schwierig, zu vernünftigen Preisen Handwerker zu bekommen."

Weil der Sportstättenbau von Gemeinde und Land finanziell gefördert wird, ist die TSG verpflichtet, für jedes Gewerk mindestens zwei Angebote einzuholen. Zwischen Mitte Oktober und Anfang März habe sich deshalb kaum etwas bewegt, sagte Schäfer. Das hat sich mittlerweile geändert. In den vergangenen Wochen ist im Gebäude einiges geschehen. "Irgendwer von uns ist jeden Tag vor Ort", sagte der Vorsitzende. Denn die TSG bringt viel an Eigenleistung ein, hat beispielsweise die Fußbodendämmung sowie die komplette Umzäunung des Geländes selbst ausgeführt.

Mittlerweile ist die Rohinstallation, also die der Leitungen für Elektro, Heizung und Sanitär, abgeschlossen, der Innenputz teilweise aufgetragen. Die Trockenbauwände stehen, der Estrich wurde verlegt. Als nächstes werden Nasszellen und Böden gefliest, Waschbecken, Toiletten, Duschen, Schalter und Leuchten montiert. Wann was über die Bühne geht, will Haas kommende Woche mit den Handwerkern abstimmen.

Anfang Mai hatte der Bau des neuen Sportzentrums begonnen, das neben einem 95 mal 60 Meter großen Kunstrasenplatz auch über eine Leichtathletik-Anlage sowie ein Kleinsportfeld mit echtem Rasen verfügt. Die Leichtathletik-Anlage wird von der vereinseigenen Abteilung ebenso genutzt wie von den Sportfreunden Burkhardsfelden und den Grundschulen.

1,2 Millionen Euro hat der Bau der neuen Sportstätte gekostet, der nicht zuletzt durch den Verkauf des alten Platzes seitens der Gemeinde für 826 000 Euro finanziert wurde. Dazu kam eine Landesförderung in Höhe von 200 000 Euro. Den Rest muss die TSG selbst stemmen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare