Ideen für Ehrenamtstag

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Reiskirchen (la). In Reiskirchen traf sich nun erstmals die Projektgruppe "Ehrenamtstag". Ziel der ersten Zusammenkunft mit Mandatsträgern, der Ehrenamtsagentur und interessierten Bürgern war es, Vorschläge zu einer solchen Veranstaltung zu entwickeln. Die Resonanz war gering, wobei der Termin mitten in den Herbstferien nicht gerade glücklich festgelegt wurde.

Dr. Thomas Stumpf verwies auf Bemühungen anderer Gemeinden. In Lich lade man etwa zu einem Ehrenamtstag ein, in anderen Kommunen gebe es Ehrungen im Rahmen von Neujahrstreffen. Die Bildung einer Projektgruppe soll nun entsprechende Regeln bis hin zu einer Satzung entwickeln, nach denen verfahren werden soll. Es war, wie sich im Laufe der Diskussion herausstellte, keine leichte Aufgabe.

Anja Stark, eine der Initiatorinnen, wünschte eine Veranstaltung, die vollkommen losgelöst von der Politik werde. Johannes Reuber sprach sich dafür aus, diejenigen in den Vordergrund zu stellen, die sonst keine Ehrungen erfahren würden. Dabei erinnerte Reuber an ein Gespräch mit Bürgermeister Dietmar Kromm, der sich nicht für eine Vereinsehrung ausgesprochen habe. Wolfgang Martin, Leiter der Reiskirchener Seniorenwerkstatt, verwies auf zahlreiche Menschen, die sich irgendwo betätigten. Sie arbeiteten im Dunkeln und im Schatten. Nur wenige Bürger würden davon Kenntnis nehmen; dennoch seien es Arbeiten, die einer öffentlichen Würdigung wert seien.

Mona Madelenko stellte die Frage, wie man an Menschen, die Adressen, rankomme. Hier seien Informanden unbedingt notwendig, sodass ein enger Kontakt zu allen Ortsteilen wichtig sei. Nach den Worten von Armin Hofmann profitiere ein Dorf auch von den Vereinen, die mit ihren Aktivitäten für ein entsprechendes Leben im Dorf sorgten. Das sei in den einzelnen Dörfern unterschiedlich, aber man sollte auch daran denken. Im Laufe des Abends wurden auch gewisse Themen für einen Ehrenamtstag ins Gespräch gebracht. So könne einmal der Schwerpunkt auf Arbeiten für die Gemeinschaft liegen, etwa bei Menschen, die sich auf den Friedhöfen engagierten und das Ehrenmal pflegten. Das Ziel eines darauffolgenden Ehrenamtstages könne der Vereinsebene gewidmet werden.

Angesprochen wurde auch die Gefahr, dass Menschen vergessen würden, die eine Würdigung unbedingt hätten erfahren sollen. Hier könnten aber auch Ehrungen im folgenden Jahr nachgeholt werden. Schließlich erklärten sich Anja Stark, Johannes Reuber und Mona Madelenko bereit, in einer Projektgruppe mitzuarbeiten. Das erste Treffen dieser Gruppe wurde auf Donnerstag, den 28. November, um 19 Uhr im Ratskeller des Bürgerhauses festgelegt. Weitere Interessierte sind dazu willkommen.

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