Einmütig haben die Gemeindevertreter den Haushalt für das kommende Jahr beschlossen. ARCHIVFOTO: SRS
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Einmütig haben die Gemeindevertreter den Haushalt für das kommende Jahr beschlossen. ARCHIVFOTO: SRS

Haushalt einstimmig beschlossen

  • vonConstantin Hoppe
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Reiskirchen(con). Die Gemeindevertretung hat den Haushalt für das kommende Jahr beschlossen. Trotz mehrerer Anträge zum Haushaltsplan dauerte die abschließende Beratung inklusive der Abstimmungen gerade einmal zwanzig Minuten.

Daran hatte auch das Coronavirus seinen Anteil, denn statt der Haushaltsreden von Vertretern der einzelnen Fraktionen wurde eine Rede für alle von Gerhard Albach gehalten. "Die Haushaltsgespräche sind in diesem Jahr äußerst gut verlaufen", sagte der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler. "Aber wir müssen uns auch darüber klar sein, dass das, was wir hier heute beschließen, morgen schon wieder ganz anders aussehen kann." Dabei hob Albach auch die gute Atmosphäre hervor, die in diesem Jahr geherrscht habe.

Einige Änderungen

Der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Michael Seipp-Wallwaey, freute sich: "Wir haben damit einen beschlossenen Haushalt 2021. Es ist schon eine Leistung, dass wir das in Zeiten von Corona so schnell geschafft haben." Das sei gut so, denn wie es nach der Pandemie weitergehe, sei "absolut unsicher".

Zu den beschlossenen Änderungen gehörten mehrere Anträge von Bürgermeister Dietmar Kromm: Es werden für das kommende Jahr 11 400 Euro zusätzlich für Wartungskosten im EDV-Bereich benötigt; für die Prüfung, ob mit benachbarten Kommunen eine interkommunale Zusammenarbeit im Bereich des Bauhofs möglich ist, werden 25 000 Euro bereitgestellt; für eine zusätzliche Stelle eines hauptamtlichen Gerätewarts gibt es 10 000 Euro; für die Pläne der Umsetzung einer Kindertagesstätte in der Siemensstraße sind 112 728 Euro nötig. Alle Anträge wurden einstimmig angenommen. Das gilt auch für das Anliegen der SPD, die Finanzmittel für die Kita mit einem Sperrvermerk zu versehen: Dieser kann aufgehoben werden, sobald ein Konzept für die Nutzung des entsprechenden Gebäudes als Kita vorgestellt wurde.

Zwei Anträge der Freien Wähler wurden auch einstimmig befürwortet: 30 000 Euro sollen bereitgestellt werden, um eine zusätzliche Aufwandsentschädigung für die Mitglieder der Einsatzabteilung der Feuerwehr zu ermöglichen. Zudem soll die Brückenerneuerung über die Wieseck im Feldbereich gestrichen werden. Dafür soll sie nur noch von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden. Auf Antrag der CDU werden 5000 Euro für die Unterstützung des Jugendparlaments aufgenommen. In einem weiteren Antrag forderte die SPD, den Ansatz für die Ausstattung der Spielplätze um 10 000 Euro auf insgesamt 70 000 Euro zu erhöhen, um Sonnschutzvorrichtungen zu installieren.

Zudem wurden die Neufassungen von Wasserversorgungs- und Entwässerungssatzung einstimmig beschlossen sowie weitere 3000 Euro für die Ersatzbeschaffung eines Bauhoffahrzeugs ebenso genehmigt wie der Wirtschaftsplan der Gemeindewerke.

Ein Zeichen der Solidarität

Dafür gab es aber noch einen Eilantrag des Bürgermeisters: Nach dem Diebstahl von für Toleranz werbende Schilder in Allendorf trat die "Partnerschaft für Demokratie - Dabeisein", die die Schilder finanziert hat, an die Nachbarkommunen heran, ob diese nicht als Zeichen der Solidarität ebenfalls entsprechende Schilder aufstellen wollen. "Ich bitte Sie, dass wir unsere Solidarität zeigen und ein Zeichen gegen Extremismus setzen", sagte der Bürgermeister. Sein Antrag wurde einstimmig beschlossen.

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