Großes Interesse an Plänen

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Reiskirchen (gal). Großer Andrang herrschte bei der Ortsbeiratssitzung in Lindenstruth: Über 40 Zuschauer wollten mehr darüber wissen, wie die Pläne zur Fortschreibung des Flächennutzungsplanes für ihr Dorf aussehen. Mathias Wolff erläuterte diese, insbesondere zum Baugebiet "Alte Straße".

Wolf sagte, dass das zu erschließende Wohngebiet nach dem sich zeigenden Bedarf erweitert werde. Deshalb sollten sich Bauwillige jetzt unbedingt bei der Gemeinde melden, damit man diese berücksichtigen kann.

Im Bauausschuss der Gemeinde sei zu hören gewesen, dass das Verfahren rund drei bis fünf Jahre dauern werde, kritisierte der Ortsbeirat. Die Gremiumsmitglieder befürchten, dass dies für Bauwillige zu lang sei. Der nun präsentierte Entwurf zeigte ein wesentlich verkleinertes Sondergebiet im nördlichen Bereich, was vom Ortsbeirat begrüßt wurde. Auch die bereits begonnene Erweiterung der Firma Weiss wurde besprochen. Weitere Themen waren der Erhalt der Spielstraßen und die befürchteten Schäden an den Straßen im jetzigen Wohngebiet, die Art der Nutzung der Gebäude und deren Höhe in dem Sondergebiet und damit möglicherweise einhergehende Lärmbelästigungen.

Ortsvorsteher Gerhard Albach bedauerte, dass es vonseiten der Gemeinde im Vorfeld keinerlei Gespräche oder Infos, weder mit dem Ortsvorsteher noch mit dem Gremium, gegeben habe. Er wies darauf hin, dass Lindenstruth Anfang der 1990er Jahre zugunsten der anderen Ortsteile auf die Ausweisung von Wohnbebauung verzichtet habe und es damit schon seit fast 30 Jahren keine Bauplätze mehr gebe. Deshalb sei es jetzt dringend notwendig, für die nachfolgende Generation Baumöglichkeiten zu schaffen. Bürgermeister Dietmar Kromm sagte, dass der Ankauf der Grundstücke bislang positiv verlaufe.

Erneut kritisierte der Ortsbeirat, dass Eltern mit ihrem Auto bis an den Rand des Spielplatzzaunes fahren und dort stehen bleiben. Selbst Kleinbusse würden hier regelmäßig stehen. Der Ortsbeirat schlug das Aufstellen eines klappbaren Pfostens vor, zudem nur die Anwohner die Schlüssel erhalten sollen.

Das Gremium regte zudem an, dass an der Bushaltestelle Wieseckhalle Sitzmöglichkeiten aufgestellt werden. Bislang müssten die Wartenden auf Treppenstufen sitzen. Als Platz schlug der Ortsbeirat die Fläche vor, auf der bislang ein Gebüsch steht, welches das Gremium für entbehrlich hält.

Eine gute Nachricht hatte Ortsvorsteher Albach: Die Schaffung einer Ruhe-Ecke in der Nähe des Ehrenmales auf dem Friedhof kann nun definitiv umgesetzt werden. Neben der Firma Weiss Umwelttechnik hat auch die Stiftung der Sparkasse Grünberg finanzielle Unterstützung zugesagt, der Rest wird mit den Verfügungsmitteln des Ortsbeirats bezahlt.

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