"Kleiner Mann" ganz groß: Marcello und seine Mama Christina Rau bei der kleinen Feierstunde mit Ortsvorsteher Gerhard Albach und Bürgermeister Dieter Kromm. FOTO: PM
+
"Kleiner Mann" ganz groß: Marcello und seine Mama Christina Rau bei der kleinen Feierstunde mit Ortsvorsteher Gerhard Albach und Bürgermeister Dieter Kromm. FOTO: PM

Große Stunde für den kleinen Marcello

  • vonred Redaktion
    schließen

Reiskirchen(pm). Da lachte nicht nur die Sonne, als Marcello aus dem Reiskirchener Ortsteil Lindenstruth im Juni das Licht der Welt erblickte. Da der Junge das siebte Kind der Familie Rau ist, übernimmt der amtierende Bundespräsident die Patenschaft. Für die Eltern Christina und Alexander Rau sowie für die sechs älteren Geschwister ist die Freude groß.

Zeichen besonderer Wertschätzung

Unter den aktuellen Corona-Bedingungen war es zwar nicht ganz einfach, dennoch lud Bürgermeister Dietmar Kromm die junge Familie zu einer kleinen Feierstunde ins Rathaus ein, um ihnen die Urkunde über die Ehrenpatenschaft des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier zu überreichen. Im Beisein von Ortsvorsteher Gerhard Albach nahm Marcello die Zeremonie gelassen hin.

Grundlage für diese besondere Auszeichnung ist ein Bundeserlass aus 1949. Danach sollen Eltern die Möglichkeit erhalten, für ihr siebtes Kind die Ehrenpatenschaft durch den Bundespräsidenten zu beantragen. In dem Erlass heißt es weiter, dass diese Urkunde von einem Repräsentanten der Stadt oder Gemeinde ausgehändigt werden soll.

Diese Aufgabe übernahm Bürgermeister Kromm besonders gerne, wie er während der feierlichen Übergabe zum Ausdruck brachte. Kromm überreichte neben der Urkunde auch ein weiteres Patengeschenk des Bundespräsidenten in Höhe von 500 Euro.

Während heute eher zwei Kinder die Regel seien und diese ja schon ein hohes Maß an Verantwortung und Weitsicht für die Eltern bedeuten, sei es für kinderreiche Familien noch einmal mehr eine große Herausforderung, den Alltag zu meistern. "Eine große Familie erfordert neben Mut auch ein hohes Maß an Organisationstalent", so Kromm.

Die nun fünf Buben und zwei Mädchen machen der 31-jährigen jungen Mutter Christina Rau täglich viel Freude. "Dieses selbstlose Engagement verdient eine besondere Würdigung durch uns, die Gesellschaft", so Kromm in seiner Laudatio.

Auch wenn diese Ehrenpatenschaft in erster Linie symbolischen Charakter habe und mit der Taufpatenschaft nicht zu vergleichen sei, sei dies ein Zeichen der besonderen Wertschätzung für das, was Eltern wie die Eheleute Rau leisten. "Kinder sind unsere Zukunft. Eltern, aber auch wir als Gesellschaft tragen große Mitverantwortung, bis unsere Kinder auf eigenen Füßen stehen und ihrerseits einen Beitrag für die Gemeinschaft leisten können", so der Bürgermeister, während Marcello das Geschehen im Rathaus mit großen Kinderaugen aufmerksam verfolgte.

Der Bundespräsident bringe mit der Ehrenpatenschaft die besondere Verpflichtung des Staates für kinderreiche Familien zum Ausdruck und stelle die besondere Bedeutung heraus, die Familien und Kinder für unser Gemeinwesen haben. "Die Ehrenpatenschaft soll mit dazu beitragen, das Sozialprestige kinderreicher Familien zu stärken", heißt es im Erlass.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare