Es gibt Bedarf an Gewerbeflächen

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In der jüngsten Sitzung des Bau-, Umwelt-, Verkehrs- und Infrastrukturausschusses (BUVI) am Mittwoch unter der Leitung von Reinhard Strack-Schmalor in der Ratsstube des Bürgerhauses befasste sich das Gremium mit dem Bebauungsplan "Im Kesselstück" im Zusammenhang mit der Änderung des Flächennutzungsplans.

In der jüngsten Sitzung des Bau-, Umwelt-, Verkehrs- und Infrastrukturausschusses (BUVI) am Mittwoch unter der Leitung von Reinhard Strack-Schmalor in der Ratsstube des Bürgerhauses befasste sich das Gremium mit dem Bebauungsplan "Im Kesselstück" im Zusammenhang mit der Änderung des Flächennutzungsplans.

Matthias Wolf vom Planungsbüro Holger Fischer erläuterte die Änderungen. Ziel ist die Ausweisung eines Gewerbegebietes für bereits ansässige Betriebe wie auch für Neuansiedlungen. Das Gebiet wird durch eine neue Trassenführung der Erschließungsstraße erschlossen. Auf Ebene des Flächennutzungsplanes werden teilweise Sonderbauflächen der Straßenmeisterei in gewerbliche Bauflächen umgewandelt, ansonsten ist das Gewerbegebiet aus dem FNP entwickelt, erläuterte der Experte. Neben der Ausweisung von Bauflächen werden grünordnerische Maßnahmen im Plangebiet festgesetzt, um den Eingriff in Natur und Landschaft zu minimieren und den Ortseingang zu gestalten. Diese Ziele gelten analog für die Änderung des Flächennutzungsplanes.

Konkret hat ein Bewerber, der gegenwärtig noch in Grünberg mit seiner Firma ansässig ist, sich an die Gemeinde Reiskirchen gewandt. Er will in dem Gebiet eine Lkw/Pkw-Reparaturwerkstatt mit Ausstellungshalle und Freiflächen errichten. Er habe am gegenwärtigen Standort keine Weiterentwicklungsmöglichkeiten, vor allem ist kein direkter Autobahnanschluss vorhanden.

Alternativ kann das Gebiet über das bestehende nordöstlich angrenzende Gewerbegebiet erschlossen werden. Mit den insgesamt sechs Eigentümern wurden Vorgespräche geführt. Zu den Eigentümern zählen neben der Gemeinde auch private Besitzer.

Unmut gegenüber Hessen Forst

Alfred Kerber (SPD) erkundigte sich nach der Entwässerung und Kanalisation, was laut von Wolf möglich ist. Für Renz Hornischer (Grüne) handelt es sich um "mindestens 10 000 Quadratmeter landwirtschaftlich genutzte Fläche", die verloren gehe. Überhaupt sei der Flächenverbrauch im Bundesgebiet sehr hoch, die Gemeinde mache hier aktiv mit. Solche Flächen gelte es zu erhalten. Daher stimme er gegen den Antrag.

Strack-Schmalor (SPD) sprach von einem Lückenschluss, der hier erfolge, verwies auf neue Gewerbeansiedlungen und Arbeitsplätze. Die Ausschussmitglieder von SPD, FW und CDU empfahlen der Gemeindevertretung Zustimmung zu den notwendigen Beschlüssen.

Bürgermeister Dietmar Kromm gab bekannt, dass nach Rücksprache mit Hessen Mobil die 30-Kilometer-Zone in den Ortsdurchfahrten Reiskirchen und Lindenstruth in der Zeit von 22 bis 6 Uhr erhalten bleibt – bis zur Verwirklichung der Ortsumgehung. Nach der bisherigen Regelung wäre diese im kommenden Jahr ausgelaufen.

Unmut gegenüber Hessen Forst rief die Aussage des Bürgermeisters hervor, dass der Landesbetrieb im kommenden Jahr die Holzvermarktung nicht mehr übernimmt. Nach den Worten von Strack-Schmalor müssten dann die Kosten gesenkt werden. Der Bürgermeister machte in dieser Richtung keine Hoffnung und sprach sogar von Erhöhungen. Der Bürgermeister, Strack-Schmalor und weitere Sprecher votierten für eine Prüfung der Neubewirtschaftung.

Karl-Heinz Riedmann (CDU) sprach erneut die Parksituation im Birkenweg in Hattenrod sowie das Befahren der Feldstraße durch Busse an und forderte eine Änderung. Manfred Schmitt und Alfred Kerber (beide SPD) wünschten eine bessere Taktung der Vogelsbergbahn und vor allem mehr Pünktlichkeit.

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