Gereimte Predigt in Reiskirchen und Harbach

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In den gut besuchten Gottesdiensten am Sonntag in Harbach und Ettingshausen bekamen Besucher – dank Faschingszeit – eine gereimte Predigt zu hören. Passend zu den gegenwärtig in fast allen Kommunen stattfindenden Fremdensitzungen bediente sich Pfarrer Kay Wick dieses Stilmittels, um den Christen auf humorvolle und dennoch tiefgründige Art einen Spiegel vor Augen zu halten in der Hoffnung, dass so das Wort Gottes Menschen wieder nahekommt.

In den gut besuchten Gottesdiensten am Sonntag in Harbach und Ettingshausen bekamen Besucher – dank Faschingszeit – eine gereimte Predigt zu hören. Passend zu den gegenwärtig in fast allen Kommunen stattfindenden Fremdensitzungen bediente sich Pfarrer Kay Wick dieses Stilmittels, um den Christen auf humorvolle und dennoch tiefgründige Art einen Spiegel vor Augen zu halten in der Hoffnung, dass so das Wort Gottes Menschen wieder nahekommt.

Pfarrer Wick wollte damit nicht nur den Faschingsbegeisterten entgegenkommen, sondern vor allem jungen Menschen, die Kirche und Gottesdienst bislang weniger attraktiv finden. In der Predigt ging es um den Propheten Amos. Dieser hatte schon vor 3000 Jahren die Scheinheiligkeit der Gottesdienstbesucher aufgedeckt und gezeigt, dass es Gott nicht um die äußere Form, sondern um die innere Einstellung des Menschen geht – zuerst Gott, dann auch den Mitmenschen gegenüber.

Hier ein Auszug: "Ein wenig Religion ist doch ganz nett, erhebt die Seele, / auch wenn ich sonst in Gottes Reihen fast immer fehle. / Ostern und Pfingsten sind mir wirklich lieb und wert, / mal auf die Ski und in die Berge, da sind die Feiertage nicht verkehrt. / Ich seh mir dann sogar so manch alte Kirche an / und spende durchaus auch, so dann und wann. / Ich bin sogar getauft und konfirmiert, aber hat Gott mich wirklich int’ressiert?".

Die aufmerksamen Zuhörer konnten leicht Parallelen zur Gegenwart ziehen und dabei wohl bei manchen Punkten über sich selbst schmunzeln, aber auch ins Nachdenken kommen. Es war eine sehr heitere Predigt, die großen Beifall erhielt. Der ernste Hintergrund war hinter jedem Satz zu erkennen. Der Gottesdienst zeigte, dass eine Abwechslung in der Art der Predigt gut von der Gemeinde angenommen wird. (Foto: la)

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