Abfall regulär entsorgen

Gemeinde beklagt immer mehr wilden Müll

  • vonRedaktion
    schließen

Reiskirchen (pm). Im Bereich der Revierförsterei Reiskirchen entsorgen mit zunehmender Temperatur immer mehr Menschen illegal ihren Abfall. Häufig sind siedlungsnahe Waldränder, alte Steinbrüche, Nahbereiche öffentlicher Straßen oder Waldparkplätze vom wilden Müll betroffen. Zu finden sind Garten- oder Hausabfälle, elektrische Altgeräte bis hin zu Bauschutt.

»Die Entsorgung von Abfällen in der Natur ist kein Kavaliersdelikt, sondern stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die auch, je nach Schwere, mit einem hohen Bußgeld belegt werden kann«, schreibt die Gemeinde in ihrer Mitteilung.

Der wilde Müll könne je nach Art Einfluss auf seine Umgebung ausüben und diese damit ökologisch und ökonomisch schädigen. Das fange schon beim entsorgten Rasenschnitt am Waldrand an, der Samen von invasiven Arten beinhalten kann, also gebietsfremde Arten, die unerwünschte Auswirkungen auf heimische Arten haben und sich schnell großflächig ausbreiten können. Als Beispiel werden hier Kirschlorbeer, drüsiges Springkraut oder japanischer Staudenknöterich genannt.

Aufräumen mühsam

Die Entsorgung von wildem Müll ist mühsam und zeitaufwendig. Die entstehenden Kosten trägt in der Regel die Allgemeinheit. Daher die eindringliche Bitte der Gemeinde und der Forstbehörde, ausschließlich die regulären Abfallkreisläufe zu nutzen. Informationen dazu findet man auf der Internetseite der Gemeinde Reiskirchen.

In der regulären Waldbewirtschaftung kann mit Erfüllung eines Zieles verbautes Material überflüssig werden. Dies können zum Beispiel Schutzmaßnahmen wie Drahtzäune sein, die junge Bäume vor Wildverbiss über mehrere Jahre sicher geschützt haben. Viele der bereits ausgedienten und abgebauten Drahtzäune im Revier liegen derzeit als Rollen konzentriert an den Wegen. Die Entsorgung ist im Laufe des Monats Mai geplant, in dem die Vegetation die Drahtreste noch nicht komplett überwuchern. Zudem werden weitere ausgediente Drahtzäune in der Revierförsterei abgebaut.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare