Sebastian Stumpf Jugendpfleger
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Sebastian Stumpf Jugendpfleger

Ferienspiele noch mit Fragezeichen

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Reiskirchen(la). Als neuer Jugendpfleger der Gemeinde Reiskirchen hatte er keinen leichten Start: Das berichtete Sebastian Stumpf am Montag im Ausschuss für Jugend, Senioren, Kultur und Soziales (JSKS). Reiskirchen ist dem 41-Jährigen, der in Gießen wohnt und zunächst die Leitung der Jugendpflege während der Elternzeit von Stefanie Abendroth übernimmt, nicht fremd; er kennt den Ort schon von seiner Jugend her.

Kurz vor Beginn der Mutterschutzzeit für Stefanie Abendroth konnten beide noch die wichtigsten Angelegenheiten erörtern, die auch Stumpf einen Einblick in die Jugendarbeit in der Gemeinde ermöglichten. Doch dann kam Corona mit allen Einschränkungen.

Die Planungen für die Ferienspiele standen an; Stumpf hatte diese mit vorangetrieben. Nach seinen Worten gibt es insgesamt drei Gemeinden im Kreis Gießen, darunter auch Reiskirchen, die sehr weit in der Planung vorangekommen sind. Eine feste Zusage, dass die Ferienspiele tatsächlich veranstaltet werden, kann Stumpf ebenso wenig abgeben wie der Bürgermeister. Dietmar Kromm: "Derzeit ist sicher, dass nichts sicher ist".

Auf Nachfrage der Ausschussvorsitzenden Claudia Bast (CDU) bezifferte Stumpf die Zahl der Anmeldungen auf knapp 50 Kinder - etwa die Hälfte des Vorjahres. Anmeldungen sind noch bis 29. Mai möglich. Sollten danach noch Plätze frei sein, kann es auch noch Nachmeldungen geben.

Was in der Vergangenheit sehr gut geklappt habe - etwa die Essensausgabe, die gemeinsame Übernachtung zum Abschluss, die Fahrt mit den Bussen von den Wohnorten - setzte nun eine besondere Planung voraus. Alfred Kerber (SPD) erinnerte an die Einhaltung der Hygienevorschriften, die ohne Veränderungen auf dem Sportplatz in Saasen, wo die Spiele stattfinden, nicht möglich seien. Auch für Beigeordneten Hans-Joachim Hofmann ist das ein wichtiger Aspekt, der mehr Aufwand erfordere als sonst.

Dr. Rolf Tobisch (Grüne) zeigte sich erfreut, dass die Planungen für die Ferienspiele so weit vorangetrieben wurden. Er erkundigte sich auch nach den Jugendräumen in den Ortsteilen, die derzeit alle geschlossen sind. Laut Stumpf gibt es auch im Sommer kaum Bedarf; das hätten die Jugendlichen ihm gegenüber geäußert. Vor der Corona-Krise seien alle Jugendräume geöffnet gewesen, bis auf einen in Ermangelung eines Vorstandes.

Alfred Kerber wünschte auch Auskunft über die Arbeit mit Jugendlichen aus den Partnergemeinden. Stumpf unterstützt den Austausch und wies auf den Besuch von etwa einem Dutzend Jugendlichen aus der Partnergemeinde Muttersholtz (Elsass) vom 2. bis 8. August hin. Armin Hofmann (SPD) erkundigte sich nach weiteren Aktivitäten der Jugendpflege. Stumpf sprach in diesem Zusammenhang von möglichen Fahrten mit dem Mountainbike. Generell gelte es jedoch, die Möglichkeiten der Aktivitäten mit den Regeln der Corona-Pandemie in Einklang zu bringen. Je weniger Einschränkungen, umso größer könne das Engagement sein, betonte der Jugendpfleger abschließend. FOTO: LA

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