Das Geld, das nach Abwicklung der Sozialstation in Reiskirchen übrig blieb, hat die Gemeindevertretung an sieben Einrichtungen verteilt. Sie trafen sich zur Spendenübergabe im Freibad in Ettingshausen. FOTO: CON
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Das Geld, das nach Abwicklung der Sozialstation in Reiskirchen übrig blieb, hat die Gemeindevertretung an sieben Einrichtungen verteilt. Sie trafen sich zur Spendenübergabe im Freibad in Ettingshausen. FOTO: CON

57 000 Euro für wohltätige Zwecke

  • vonConstantin Hoppe
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Reiskirchen(con). Das ist eine Spendensumme, die nicht alltäglich ist: Insgesamt 57 000 Euro übergab Bürgermeister Dietmar Kromm am Mittwochabend im Freibad Ettingshausen für wohltätige Zwecke im Gemeindegebiet und darüber hinaus.

Das Geld stammt aus dem Überschuss der Sozialstation Reiskirchen. Als diese vor drei Jahren mangels Personal geschlossen werden musste, stand die Frage im Raum, was mit dem Kassenplus erfolgen solle. "Sicher war, dass es an wohltätige Zwecke gehen muss", erklärte Kromm. Schließlich fand die Gemeinde insgesamt sieben Empfänger, unter denen das Geld aufgeteilt werden sollte. Die Gemeindevertretung sprach sich einstimmig für die Spendenempfänger aus - keine Selbstverständlichkeit. "Aber es ist auch ein großes Danke für das Engagement der Institutionen für die Bürger der Gemeinde", sagte der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Michael Seipp-Wallwaey.

Die Höhe der Spende orientiert sich an dem jeweiligen Zweck. Der größte Teil geht an den Förderverein Freibad Ettingshausen. Er erhält 37 500 Euro. 12 500 Euro erhält die Tafel Gießen. 2500 Euro gehen an die Gemeindebücherei Reiskirchen, jeweils 1500 Euro an die Gemeindebücherei Burkhardsfelden und die Bücherei der Dorfgemeinschaft Lindenstruth.

Badsanierung steht an

Weitere 750 Euro bekommen jeweils die kirchliche Bücherei in Saasen und die Bücherei der Kirchengemeinde Winnerod/Bersrod.

Während das gespendete Geld bei den Büchereien für die jeweilige Arbeit verwendet wird, sollen im Schwimmbad die vermutlich in näherer Zukunft anstehenden Sanierungskosten mitgetragen werden: "Die letzte grundhafte Sanierung des Bades erfolgte 1990. Mittlerweile gibt es einige Komponenten, bei denen wir damit rechnen, sie bald austauschen zu müssen", erklärte der Vorsitzende des Fördervereins Johannes Müller-Lewinski. "Man muss immer schauen, dass man die Technik auf den Stand bringt." Aber von der Höhe der Spende war der Verein dennoch sehr überrascht.

Ebenso erging es Anna Conrad, die die Spende für die Gießener Tafel in Empfang nahm. Hier steht der Verwendungszweck bereits fest: Denn nachdem im März bereits einer von insgesamt vier Kühltransportern technisch bedingt ausgefallen war, gab es nun einen Defekt bei einem zweiten Fahrzeug. "So können wir die anfallenden Transporte kaum noch bewältigen", berichtete Conrad. Daneben ist man auch auf der Suche nach neuen Ausgaberäumen in Reiskirchen, da in den bisherigen die coronabedingten Hygienevorschriften nicht einhaltbar sind.

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