Andrea Häuser, Margarethe Klapproth, Pfarrer Dieter Sandori und Matthias Schulze beim Neujahrsgottesdienst des Dekanats Kirchberg in Burkhardsfelden. FOTO: RBE
+
Andrea Häuser, Margarethe Klapproth, Pfarrer Dieter Sandori und Matthias Schulze beim Neujahrsgottesdienst des Dekanats Kirchberg in Burkhardsfelden. FOTO: RBE

"Euer Herz erschrecke nicht"

  • vonRalf Bender
    schließen

Reiskirchen(rbe). Zwei dekanatsweite Gottesdienste werden zu Neujahr im Dekanat Kirchberg gefeiert: ein traditioneller Gottesdienst am späteren Vormittag in Burkhardsfelden und ein musikalischer Gottesdienst am späten Nachmittag in Allendorf/Lumda. Musik allerdings hatte der frühe Gottesdienst auch reichlich zu bieten. Matthias Schulze, der Reiskirchener Kirchenchorleiter, spielte die Orgel, sang ein Solo zu seinem Orgelspiel und wurde darüber hinaus bei einem zweiten Solo noch von Andrea Häuser auf der Flöte begleitet. Beide hatten mit Orgel und Flöte auch den Gottesdienst eröffnet. In seiner Begrüßung stellte Pfarrer Dieter Sandori ein Neujahrsgedicht von Sabine Brauer vor, die wünschte: "Wenn wir dann dem Herren droben / für alles, was er schenkte, loben, / dann wird dieses neue Jahr / für uns Menschen wunderbar. / Darauf erhebe ich mein Glas hier heute. / Gesegnet’ Neujahr, liebe Leute!"

Doch das allgemeine Erheben der Gläser sollte es erst nach dem Segen am Ende des Gottesdienstes geben. In der Bitte um Gottes Erbarmen griff Pfarrer Sandori den Wunsch auf, wie im vergangenen Jahr so auch im neuen schöne Tage erleben zu können und dass einem die schweren erspart bleiben mögen. Jesu Wort: "Euer Herz erschrecke nicht" zog sich als Ermutigung durch den Gottesdienst. 366-mal kommt sie in unterschiedlichen Varianten in der Bibel vor, zumeist als "Fürchte dich nicht" oder "Fürchtet euch nicht". Somit gibt es selbst in Schaltjahren - wie im neuen Jahr 2020 - täglich einen Zuspruch. Dieser Zuspruch ist laut Sandori notwendig, bei den Krisen in der Welt die Zuversicht auf eine Lösung der Konflikte nicht zu verlieren und um bei den Herausforderungen wie Klimaschutz oder Fürsorge für andere Menschen die notwendige Kraft aufbringen zu können.

Blumen für die Küsterin

Nach dem Schlussgebet sang Matthias Schulze, wieder begleitet von Andrea Häuser, die Bestärkung: "Bei Gott bin ich geborgen." Nach dem Segen bekam Küsterin Margarethe Klapproth, die seit zehn Jahren Sonntag für Sonntag ihren Dienst in der Kirche versieht, als Dankeschön einen Blumenstrauß überreicht. Und dann war es schließlich soweit: Die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher, die aus den Gemeinden des Dekanats zum Teil schon seit Jahren jeden Neujahrsmorgen nach Burkhardsfelden kommen, tauschten bei einem Glas Sekt - auch alkoholfrei - Neujahrsgrüße aus und wünschten einander ein Wiedersehen im nächsten Jahr. Zum Abschied erhielten alle ein Lesezeichen mit der Jahreslosung.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare