Entscheidung für Windkraft

Reiskirchen (jeb). Die Gemeinde Reiskirchen will sich an dem geplanten Windpark Reinhardshain-Reiskirchen beteiligen. Dies wurde mit drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter beschlossen. Nachdem die Vorlage schon in den Ortsbeiräten Saasen, Winnerod und Bersrod sowie dem Bauausschuss und dem Haupt- und Finanzausschuss Zustimmung erhielt, ist nun der Gemeindevorstand an der Reihe, in die Vertragsverhandlungen mit der Energiequelle GmbH aus Zossen zu gehen.

Die auf Reiskirchener Gemarkung entstehende Windkraftanlage würde sich zu den neun weiteren Anlagen gesellen, die von derselben Firma bereits im unmittelbar angrenzenden Staatsforst geplant sind. Die 100 Hektar große Fläche des Windparks Reinhardshain-Reiskirchen ist im Teilregionalplans Energie in Mittelhessen als eines der Vorranggebiete für Windkraft festgelegt.

Der Vertrag der Gemeinde mit der Energiequelle GmbH soll eine Laufzeit von 20 Jahren haben, mit zweimaliger Verlängerungsoption von jeweils fünf Jahren ab der Inbetriebnahme der Anlage. Die Gemeinde Reiskirchen hat bereits mögliche Windenergieflächen im Teilflächennutzungsplan Energie beschlossen. Auf diese Entscheidungen soll das Projekt aufbauen. Zu den Eckpunkten des Vertrags sollen unter anderem Beteiligungs- und Informationsmöglichkeiten für die Bürger, eine Mindestvergütung in Höhe von 45 000 Euro jährlich, ein vollständiger Rückbau und die Sicherungspflichten während des Betriebs durch den Betreuer gehören.

Ladesäule für Bersrod

Bürgermeister Dietmar Kromm brachte zusätzlich Vorschläge aus dem Ortsbeirat Bersrod vor: Die Option der Nutzung der Hessen-Energiedividende wurde in den Beschluss aufgenommen, um trotzdem an den Gewinnen des Windparks teilhaben zu können, sollte die Anlage im Reiskirchener Gebiet nicht gebaut werden können. Ebenso solle die Firma Energiequelle im Fall der Insolvenz Schuldner der Anlage bleiben.

Unmittelbar werden die Nutzer der Elektromobilität profitieren. In Bersrod soll eine Elektroladesäule errichtet werden, Kromm schloss aber nicht aus, dass auch in Saasen und Winnerod auch Ladesäulen installiert werden könnten.

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